Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Ärzte warnen vor online-Sprechstunde

Aktuelles

Frau surft im Internet.

Heutzutage findet sich fast alles im Internet, sogar online-Sprechstunden beim Arzt.
© Monkey Business - Fotolia

Fr. 02. Dezember 2011

Ärzte warnen vor Online-Sprechstunde

Ärzteverbände wie die Bundesärztekammer warnen vor neuen Angeboten zu Online-Sprechstunden. Diagnosestellung via Internet und Rezept beziehungsweise gleich die Arzneimittel im Briefkasten, das sehen Ärzte skeptisch – im Interesse der Patienten.

Anzeige

Fragebögen zur Gesundheit und zu den Beschwerden online beantworten, ein Telefongespräch wenn nötig – und schon gibt es das Rezept oder gleich die Medikamentensendung. So ein Angebot gibt es neuerdings im Internet. Nicht aus Deutschland – denn hierzulande ist das verboten. Aus gutem Grund, sagen die Ärzte.

Die Bundesärztekammer sagt dazu auf ihrer Homepage: Laut Berufsordnung für Ärzte in Deutschland darf die ärztliche Behandlung und insbesondere die Beratung nicht ausschließlich aus der Ferne durchgeführt werden. Dieser Behandlungsgrundsatz dient dem Schutz des Patienten. Das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patienten – die Grundlage jeder Behandlung – kann nur aufgrund eines persönlichen Kontakts geschaffen werden.

Diagnose und Behandlung allein über das Internet können nicht im Interesse des Patienten sein. Vor diesem Hintergrund sehen die Ärzte reine Online-Angebote äußerst skeptisch. Telemedizinische Verfahren können ärztliches Handeln unterstützen, sie sind aber kein Instrument, um ärztliche Kompetenz zu ersetzen. Die Bundesärztekammer unterstützt prinzipiell die Erprobung und den Einsatz telemedizinischer Methoden in der Patientenversorgung. Dabei muss Telemedizin aber der Patientenversorgung dienen und nicht der Erschließung neuer Absatzmärkte für die Industrie, sagt die Ärztevertretung.

JPL

Gesellschaft und Politik

Alle Meldungen aus dieser Rubrik

Studie: Apotheker beraten Ärzte

Apotheker helfen Fehler von Hausärzten zu vermeiden.

Alkohol in Filmen beeinflusst Teenies

Filmhelden sind in Sachen Alkohol-Konsum ein schlechtes Vorbild.

Für Ältere eignen sich nicht alle Arzneimittel

Dennoch werden über 25 Prozent der Senioren mit riskanten Arzneien behandelt.

Glückliche Künstler

Ihr Beruf füllt Künstler weit mehr aus als andere Beschäftigte - unabhängig vom Einkommen.

Mehr ärztliche Behandlungsfehler

2010 gab es etwa 35 Prozent mehr Todesfälle durch ärztliche Behandlungsfehler als im Vorjahr.

Antibiotika für Kinder

Im Nordosten Deutschlands setzen die Ärzte die Bakterienkiller weitaus häufiger ein als im Süden.

"Promillegrenzen" für illegale Drogen

Norwegen führt Grenzwerte für Drogen und die Fahrtüchtigkeit beeinflussende Medikamente ein.

Über die Eltern krankenversichert

Je länger Kinder mitversichert werden können, desto gesünder sind sie.

Anti-Mobbing-Programme lohnen sich

Solche Programme fördern den respektvollen Umgang mit Mitschülern.

Internet-Sucht: Risiko für viele Jugendliche

Der Internetgebrauch vieler junger Menschen wird als problematisch eingestuft.

Online-Dating wird immer beliebter

In den USA liegt Online-Dating auf Platz zwei der Möglichkeiten, einen Partner zu finden.

Apotheke vor Ort bleibt unverzichtbar

Eine aktuelle Umfrage zeigt, wie beliebt die ortsansässigen Apotheken nach wie vor sind.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen