Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Grünes Rezept gibt Orientierung

Aktuelles

Arzt berät Patientin in der Praxis.

Für Arzneimittel, die er nicht zulasten der gesetzlichen Krankenkassen verordnen kann, stellt der Arzt ein Grünes Rezept aus.
© Techniker Krankenkasse

Fr. 06. Juli 2012

Grünes Rezept gibt Orientierung

Beratung steht in der Apotheke an vorderster Stelle. Denn immerhin wird mehr als jedes dritte Arzneimittel in der Apotheke nicht vom Arzt verschrieben, sondern im Rahmen der Selbstmedikation erworben. Das sogenannte Grüne Rezept bietet dabei Hilfe und Orientierung, erklärt Apothekerin Monika Koch, Mitglied im Geschäftsführenden Vorstand des Deutschen Apothekerverbandes (DAV), in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. Juli 2012.

Anzeige

Seit dem Jahr 2004 werden die meisten rezeptfreien Arzneimittel aus der Apotheke nicht mehr von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet, sondern müssen vom Patienten selbst bezahlt werden. Der Patient ist jedoch oft unsicher, was ihm am besten helfen könnte. Dann hilft das Grüne Rezept weiter. Dieses wird vom Arzt ausgestellt, er notiert darauf ein Arzneimittel, das er für das Beschwerdebild medizinisch für angemessen hält. "Dem Patienten dient es gewissermaßen als Gedächtnisstütze für Wirkstoff, Markennamen und Darreichungsform. Dem Apotheker signalisiert das Grüne Rezept, dass der Patient bereits mit seinem Arzt über seine Beschwerden gesprochen hat", erklärt Koch. Der Patient muss die Kosten der auf dem Grünen Rezept stehenden Medikamente komplett übernehmen.

Anders beim roten Rezept: Dabei übernimmt die Kasse bis auf die Zuzahlung den vollen Betrag. Der Apotheker muss strenge Vorschriften wie etwa Rabattverträge bei der Abgabe einhalten. Seit Anfang des Jahres dürfen die gesetzlichen Krankenkassen ihren Versicherten die Kosten für bestimmte rezeptfreie Arzneimittel als freiwillige Leistung erstatten (in Form einer Kostenrückerstattung). Am besten erkundigt man sich bei der jeweiligen Kasse, ob sie das tut. "Außerdem kann das Grüne Rezept bei der Steuererklärung als Beleg für außergewöhnliche Belastungen eingereicht werden", informiert Koch.

NAI

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Neue Apotheken Illustrierte vom 15.6.

Titelthema: Urlaub mit Kindern - Abwechslung im Gepäck

Die Wenigsten essen "5 am Tag"

Die Empfehlung zum Obst- und Gemüseverzehr setzen die meisten Deutschen nicht um.

75 % fahren, obwohl sie nicht fit sind

Drei von vier Autofahrern ignorieren die Beeinträchtigung durch Krankheit oder Medikamenten-Nebenwirkung.

Oft falsche Medikation bei Kindern und Alten

Das ist ein Ergebnis des Arzneimittelreports 2013 der Krankenkasse Barmer GEK.

Steigt in Flutgebieten die Infektionsgefahr?

Das Robert Koch-Institut gibt Hinweise, wie man das Risiko gering hält.

Apotheker sammeln für Flutopfer

Das Hilfswerk Apotheker Helfen e.V. hat ein Spendenkonto eingerichtet.

Bundestag beschließt Notdienstpauschale

Apotheker bekommen künftig einen Zuschuss für jeden Notdienst zwischen 20 Uhr und 6 Uhr morgens.

Apotheker setzen sich in der Prävention ein

Apotheker sind Ansprechpartner in allen Fragen zu Gesundheit und Lebensstil.

Neue Apotheken Illustrierte vom 1.6.

Titelthema: Vorsorge. Dazu bietet die Redaktion 10 Seiten mit den besten Tipps.

Apotheken schließen wegen Hochwasser

In Sachsen mussten 17 Apotheken vorübergehend schließen.

Patientenhotline zum Thema Schmerz

Experten beantworten am 4.6.2013 über eine kostenfreie Servicenummer Fragen.

Studie zum Weltnichtrauchertag

Die gängigen Mittel zum Rauchstopp helfen effektiv, von der Zigarette loszukommen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen