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Beratungszene: Blonde Apothekerin mit AM-Schachtel, rechts, dunkelhaarige Mutter, Kleinkind auf dem Arm

In der Apotheke lassen sich Ängste und Befürchtungen von Eltern gegenüber Arzneimitteln oder einer Impfung ihrer Kinder mit klarer und detaillierter Beratung nehmen.
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Fr. 24. Juli 2015

Apotheker setzen auf Vorsorge

Immer mehr Apotheker tragen mit Präventionsdienstleistungen aktiv zum vorbeugenden Gesundheitserhalt der Bevölkerung bei. Zu diesem Zweck wurde die Förderinitiative Prävention gegründet, bei der momentan Projekte zur Herz- und Kindergesundheit obenan stehen. Auch der Apothekerverband Brandenburg ist jetzt beigetreten, u.a. um damit ein Zeichen in der Diskussion um das Präventionsgesetz zu setzen.

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Die Brandenburger Verbandsvorsitzende Dr. Andrea Lorenz erläutert: "Die Bundesregierung verzichtet mit dem derzeitigen Präventionsgesetz auf wichtige Chancen der Krankheitsvorsorge, weil sie die Möglichkeiten der gut 20.000 Apotheken mit ihrem niedrigschwelligen und flächendeckenden Angebot außer Acht und damit ungenutzt lässt." Mit der Mitgliedschaft in der Förderinitiative möchten Lorenz der Politik aufzeigen, welch wichtiger Beitrag in den öffentlichen Apotheken bei der Krankheitsvorsorge bereits geleistet werde und in einem gesetzlichen Rahmen geleistet werden könnte.

Über konkrete Vorhaben der Initiative informiert Jutta Rewitzer, Vorsitzende der Förderinitiative: "In diesem Jahr unterstützen wir die Projekte Herzgesundheit und Kindergesundheit. Bei der Kindergesundheit ist uns vor allem die Impfaufklärung wichtig. Masernausbrüche, wie wir sie immer wieder erleben und zuletzt Anfang diesen Jahres mit äußerst vielen Erkrankungen erlebten, können mit der Botschaft 'Information und Aufklärung' verhindert werden." In den Apotheken seien zum Beispiel das Zusammenstellen einer Reiseapotheke oder Reiseimpfempfehlungen gute Gelegenheiten um den Impfstatus unter die Lupe zu nehmen. Auch kommen Eltern häufiger ihrer Kinder wegen in die Apotheke und lassen sich hier beraten. "Meist lassen sich in solch einem Beratungsumfeld die Ängste und Befürchtungen der Eltern vor einer Impfung ihrer Kinder mit klaren und detaillierten Informationen nehmen", sagt Rewitzer.

Die Förderinitiative Prävention wurde 2011 gegründet. Inzwischen sind in ihr elf Apothekerkammern, sechs Apothekerverbände, fünf Fördermitglieder und zahlreiche Einzelmitglieder vernetzt. Um Prävention und Gesundheitsförderung flächendeckend auf hohem Niveau zu etablieren, unterstützt die Förderinitiative Pilotprojekte und wissenschaftliche Evaluationen in diesen Bereichen.

FIP/RF

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