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Kopfschmerzen bei Kindern sind im Herbst häufiger als zu anderen Jahreszeiten.

Stress, Bewegungsmangel, zu wenig Flüssigkeit - leidet ein Kind unter Kopfschmerzen, kann das viele Ursachen haben.
© contrastwerkstatt - Fotolia

Di. 18. August 2015

Schulstart – und der Kopfschmerz kehrt zurück

Mit dem Ende der Sommerferien kehrt der Schulalltag zurück. Viele Kinder und Jugendliche leiden genau dann wieder vermehrt unter Kopfschmerzen. Ein Phänomen, das offenbar tatsächlich mit der Rückkehr in die Schule zusammenhängt.

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Im Herbst hatten Schüler um 30 Prozent mehr Kopfschmerzen als im Winter, Frühling oder Sommer – das ergab eine US-Auswertung von 1.300 Besuchen in der Notfallaufnahme. Besonders häufig litten Jungen im Alter fünf bis neun Jahren unter Kopfschmerzen, wie die Neurologin Dr. Ann Pakalnis vom Nationwide Children’s Hospital in Ohio, USA, und Kollegen berichten. Allerdings gingen diese Art von Kopfschmerzen bei Jungen häufig im späteren Verlauf der Pubertät zurück. Anders bei Mädchen. "Migräne tritt bei Mädchen oft erstmals im Teenageralter zu Beginn der Pubertät auf", sagt Pakalnis. Und diese bleibe leider oft bis ins Erwachsenenalter bestehen.

Dass Kopfschmerzen mit dem Schulbeginn häufiger auftreten, könne mit einer Reihe von Faktoren wie schulischem Stress, einem neuen Stundenplan und mehr Nachmittagsaktivitäten als in der Ferienzeit zu tun haben, so die Forscher. Außerdem sei bekannt, dass zu wenig Schlaf, das Auslassen von Mahlzeiten, zu wenig Trinken, Bewegungsmangel und lange Zeiten vor dem Bildschirm dazu beitragen, dass Kopfschmerzen entstehen. Um diesen vorzubeugen, sollten Eltern darauf achten, dass ihre Kinder regelmäßig drei Mahlzeiten am Tag, genug Flüssigkeit sowie ausreichend Schlaf in der Nacht bekommen, raten die Wissenschaftler. Außerdem sei es von Vorteil, den Stress im Alltag der Sprösslinge zu reduzieren. Auch Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen könnten helfen – allerdings nur in Maßen: Denn werden diese Medikamente zu häufig eingenommen, können sie die Kopfschmerzen sogar verschlimmern. Deshalb sei es immer sinnvoll, wenn Eltern und Ärzte bei der Kopfschmerzbehandlung zusammenarbeiten.

HH

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