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Apotheker helfen bei der Versorgung von Flüchtlingen.

Apotheker unterstützen Ärzte bei der Versorgung von Flüchtlingen in Erstaufnahmeeinrichtungen.
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Apotheker unterstützen Flüchtlinge

In den letzten Monaten sind Hunderttausende Flüchtlinge nach Deutschland gekommen. Die Apothekerinnen und Apotheker in Deutschland wollen alles in ihrer Macht stehende tun, um sie zu unterstützen. Die betonte Friedemann Schmidt, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände auf dem Deutschen Apothekertag in Düsseldorf.

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"Dabei geht es zuallererst um die medizinische und pharmazeutische Versorgung." Einmal mehr bewähre sich jetzt das wohnortnahe und flächendeckende Apothekensystem in Deutschland. Schmidt: "Wir sind dort, wo die Menschen sind, und wir sind deshalb auch dort, wo die Flüchtlinge in den Städten und Gemeinden untergebracht werden."

In den Erstaufnahmeeinrichtungen arbeiten die Ärzte oft unter schwierigsten Bedingungen. Hier unterstützen sie die Apotheker bei der medizinischen Grundversorgung. Die gilt nicht nur für herkömmliche Medikamente, sondern auch für notwendige Impfungen. Eine eingehalten Kühlkette spielt dabei eine wichtige Rolle, da viele Impfstoffe ansonsten ihre Wirkung verlieren können. Hier ist pharmazeutischer Fachverstand gefragt.

"Schnell und unbürokratisch können wir Praktikums- und Ausbildungsplätze für ausländische Kolleginnen und Kollegen überall im Land bereitstellen. Viele von uns haben das bereits getan." Auch in seiner eigenen Apotheke in Leipzig hat Schmidt die Herausforderung dieser Aufgabe kennengelernt. "Aber auch die Freude, jemandem in schwierigster Lage konkret weiterhelfen zu können."

Die Apotheker können bei der Integration von Flüchtlingen mitwirken und als wichtige Ansprechpartner mitwirken. "Lassen Sie uns diese Herausforderung annehmen", forderte Schmidt seine Berufskollegen auf. "Es ist unsere Pflicht als Heilberufler, den Menschen zu helfen, die sich uns anvertrauen. Egal, woher sie kommen, und aus welchen Gründen sie hier in Deutschland sind."

Großen Dank drückte die Gesundheitsministerin von Nordrhein-Westfalen, Barbara Steffens, den Apothekern dafür aus, dass sie sich in so großem Maße um die akute Gesundheitsversorgung der Flüchtlinge kümmern. Steffens betonte, wie notwendig das sei. Allein die Impfstoffversorgung per Kühlkette sei ohne Apotheker nicht denkbar. Angesichts der Sprachbarriere sei es obendrein eine große Herausforderung, die richtige Einnahme der Arzneimittel zu vermitteln. Dabei sei natürlich hilfreich, dass es Apotheker gibt, die die derzeit notwendigen Fremdsprachen sprechen.

PEF

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