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Kinder leiden unter Tabakqualm viel mehr als Erwachsene.

In Großbritannien müssen Fahrer künftig ein Bußgeld zahlen, wenn sie in Anwesenheit von Kindern rauchen.
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Do. 08. Oktober 2015

Ärzte fordern Rauchverbot im Auto

Die Bundesärztekammer spricht sich für ein Rauchverbot in Autos aus. Das soll Kinder besser vor den schweren Folgen des Passivrauchens schützen. Denn Tabakqualm schädigt die Gesundheit von Heranwachsenden noch schwerer als vielen bewusst ist.

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"Es ist dringend notwendig, Kinder und Jugendliche, die in PKW mitfahren, wirksam vor Passivrauchen zu schützen", fordert Dr. Josef Mischo, Vorsitzender der Arbeitsgruppe "Sucht und Drogen" der Bundesärztekammer (BÄK). Der Gesetzgeber solle dem Beispiel Großbritanniens folgen. Dort wird seit vergangener Woche beim Rauchen im Auto in Anwesenheit von Kindern ein Bußgeld fällig. Die BÄK unterstützt damit auch die Initiative der Bundesdrogenbeauftragten Marlene Mortler, die sich jüngst für ein solches Rauchverbot ausgesprochen hatte.

"Kindern leiden unter dem Passivrauchen noch stärker als Erwachsene", sagt Mischo. Es führe zu akuten und chronischen Atemwegserkrankungen, verschlimmere bereits vorhandenes Asthma und erhöhe den Blutdruck. Bei Kleinstkindern stelle das Passivrauchen zudem einen Hauptrisikofaktor für den plötzlichen Kindstod dar. Besonders hoch sei die gesundheitliche Belastung im Auto. Hier liege die Schadstoffkonzentration Ärzten zufolge sogar über der in einer verrauchten Bar.

NK

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