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Die Apotheker gewinnen in den deutschsprachigen Ländern weiter an Bedeutung.

Max Wellan, Präsident der Österreichischen Apothekerkammer, Dr. Andreas Kiefer, Präsident der deutschen Bundesapothekerkammer, Dominique Jordan, ehemaliger Präsident des Schweizerischen Apothekerverbands, und Dr. Maximin Liebl, Präsident der Apothekerkammer der Provinz Bozen/Südtirol (von links) beim internationalen Fortbildungskongress pharmacon in Schladming.
© A. Mueller

Fr. 22. Januar 2016

Apotheker übernehmen neue Aufgaben

Die Apotheker gewinnen in den deutschsprachigen Ländern weiter an Bedeutung und übernehmen neue Aufgaben. Dies war ein Fazit der berufspolitischen Podiumsdiskussion beim internationalen Fortbildungskongress pharmacon. Apotheker aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol/Italien diskutierten miteinander darüber, wie Problemen wie Hausärztemangel und eine Zunahme älterer Patienten, die unter verschiedenen Krankheiten leiden, in den Ländern begegnet wird.

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Max Wellan, Präsident der Österreichischen Apothekerkammer: "Die Apotheker gehören zu den Berufsgruppen, denen die Bevölkerung am meisten vertraut. Dieses Vertrauen ist für uns ein klarer Auftrag, kompetent und umfassend zu informieren und zu beraten, um die Gesundheitskompetenz der Patienten weiter zu heben." Deren Steigerung wird in vielen Projekten in und außerhalb der Apotheken umgesetzt. So ist zum Beispiel die App der Österreichischen Apothekerkammer führend in der Kategorie Medizin und informiert über Apothekendienste und Medikamente. Zusätzlich beinhaltet die App einen Impfpass.

Dominique Jordan, ehemaliger Präsident des Schweizerischen Apothekerverbands pharmaSuisse: "In der Schweiz wurde 2015 das Medizinalberufegesetz geändert. Fortan müssen Apotheker während dem Grundstudium zusätzlich angemessene Grundkenntnisse über Diagnose und Behandlung häufiger Krankheiten sowie Kompetenzen zur Gesundheitsförderung, insbesondere Impfen, erlangen. Das Studium sowie der neu obligatorische Weiterbildungstitel für die Leitung der Apotheke wurden entsprechend angepasst."

Dr. Maximin Liebl, Präsident der Apothekerkammer der Provinz Bozen/Südtirol: "In Südtirol und Italien werden immer mehr Dienstleistungen von den Krankenhäusern hinaus in die ambulante Versorgung verlegt, um Kosten zu sparen. Die Apotheke als kapillar verteilter Gesundheitspunkt kann einige dieser Dienstleistungen übernehmen und so fester im Gesundheitssystem verankert werden." Zu diesen Dienstleistungen gehören z.B. Medikationschecks; weitere apothekerliche Angebote wie Impfungen werden angestrebt. Die Apotheker stärken außerdem die Zusammenarbeit mit anderen Heilberufen, z.B. durch Beschäftigung einer Krankenschwester in der Apotheke für die Verabreichung von Injektionen.

Dr. Andreas Kiefer, Präsident der deutschen Bundesapothekerkammer: "Die Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) ist eine unserer zentralen Aufgaben. AMTS beruht auf einem Medikationsmanagement, für das Arzt und Apotheker gemeinsam verantwortlich sind."

Da die Herausforderungen in den vier Ländern sehr ähnlich sind, werden die Apotheker ihre Zusammenarbeit in Zukunft weiter ausbauen.

ABDA

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