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Der Verbrauch an Plastiktüten soll reduziert werden.

Plastik? Nein danke! Medikamente aus der Apotheke können einfach in der Handtasche oder einer mitgebrachten Stofftasche verstaut werden.
© Andrey Popov - Fotolia

Di. 29. März 2016

Apotheker sagen Plastiktüten den Kampf an

Apotheker in ganz Deutschland unterstützen das Anliegen der Europäischen Union und des Bundesumweltministeriums, den Verbrauch von Plastiktüten deutlich zu reduzieren. Mit einer Kampagne unter dem Slogan "Nein danke – ich brauche keine Tüte", die im April startet, animieren sie ihre Kunden, "Nein" zur Plastiktüte zu sagen – der Umwelt zuliebe.

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"Wir wollen aktiv den Umweltschutz fördern und haben uns deshalb entschlossen, der Plastiktüte den Kampf anzusagen", erklärt Christoph Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg e. V. (LAV BW). Die Mitgliedsapotheken seien dazu aufgerufen, die Aktion zu unterstützen und für die Abgabe einer Plastiktüte vom Kunden einen kleinen Obolus zu verlangen. Das Aktionsmotiv zeigt ein Känguru, dass sein Junges im Beutel trägt. "Wir packen’s ohne Plastik" lautet die Botschaft, die die Apotheken an ihre Kunden kommunizieren. Gerade Arzneimittel, die in der Apotheke besorgt werden und die in aller Regel nicht besonders groß sind, können in die Handtasche oder den mitgebrachten Korb gesteckt werden, weiß Gulde aus Erfahrung. Die Teilnahme einzelner Apotheken an dieser Umwelt-Aktion ist freiwillig. Gulde rechnet aber damit, dass sich viele Apotheken beteiligen werden.

Hintergrund der Aktion ist die Umsetzung einer europäischen Richtlinie zur Reduktion von Kunststofftragetaschen. Bis 2019 soll der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland von durchschnittlich 200 auf 90 Plastiktüten sinken, bis Ende 2025 sogar auf maximal 40 Tüten pro Bürger und Jahr. Als eine Maßnahme sieht die EU-Richtlinie vor, die Tragetaschen künftig nur noch kostenpflichtig abzugeben. "Wir finden das richtig", sagt Gulde. Rund 83 Prozent der Bundesbürger befürworten einer aktuellen Umfrage zufolge den Ansatz der EU und die Umsetzung durch den Einzelhandel. An der Kampagne beteiligen sich Apotheken aus Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein, Sachsen-Anhalt, Westfalen-Lippe und Thüringen.

LAV BW/NK

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