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Apothekerin und Famulantin unterhalten sich über ein Rezept.

Wer sich für den Apothekerberuf entscheidet, hat nach wie vor sehr gute Aussichten auf einen Arbeitsplatz.
© ABDA

Mo. 23. Mai 2016

Apothekerberuf: Vollbeschäftigung und zukunftsfähig

"Es ist einer der schönste Beruf der Welt!" Das sagte der Apotheker und Standespolitiker Dr. Andreas Kiefer zu Beginn des diesjährigen internationalen Fortbildungskongresses für Apotheker in Meran zum Apothekerberuf.

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Kiefer beschrieb den Apothekerberuf als sehr verantwortungsvoll und zukunftsgewandt. Gerade befinde er sich in einer qualitativen Weiterentwicklung – sowohl aus Eigeninitiative als auch durch gesellschaftliche Anforderungen und neue gesetzliche Vorgaben. Die Apotheker selbst haben vor einigen Monaten das Perspektivpapier 2030 vorgestellt. In der Fortschreibung dessen wird nun das Berufsbild überarbeitet und die Definition neu geschrieben. Das Ganze vor der Frage: Wie kann die Arbeit der Apotheker in Zukunft aussehen?

Dass die Qualifikation der Apotheker geschätzt und gebraucht wird, zeigt sich an verschiedenen Indikatoren. Die pharmazeutische Industrie, die bei Einstellungen im naturwissenschaftlichen Bereich die Wahl zwischen Chemikern, Biologen, Medizinern und Apothekern hat, sieht die Apotheker bei Medikamenten-bezogenen Jobs weit vorne. Auch in anderen Bereichen wie Verwaltung und Krankenkassen greife man gerne auf Apotheker zurück. "Weil sie gut sind", so Kiefer. Und nicht zuletzt hat die Gesellschaft die Apotheker mit dem Versorgungsauftrag von Arzneimitteln ausgestattet.

Während Dr. Maximin Liebl, Präsident der Apothekerkammer der Provinz Bozen/Südtirol, auf der Veranstaltung beschrieb, dass weit mehr Pharmazeuten in Italien ihren Studienabschluss machen als in Apotheken gebraucht werden, ist es in Deutschland umgekehrt. Es herrscht sogenannte Vollbeschäftigung, viele Apotheken suchen sogar vergeblich nach Fachkräften.

Und es wird wissenschaftlich spannend in den Apotheken. Denn derzeit werden die Weichen gestellt für eine deutlich bessere ärztliche und pharmazeutische Begleitung des Patienten. Ab Oktober dieses Jahres haben Menschen mit dauerhafter Einnahme von drei oder mehr Medikamenten einen Anspruch auf einen Medikationsplan. Der ist zunächst eine Liste auf Papier mit den verschriebenen Medikamenten, auf Wunsch in der Apotheke ergänzt um die selbstgekauften Präparate. Geplant für die nähere Zukunft ist die Umstellung auf elektronisches Medikationsmanagement. An den Voraussetzungen dafür werde bereits gearbeitet.

Beim Medikationsplan sieht Kiefer jedoch noch Verbesserungsbedarf. Das sei zu kurz gegriffen, sagte er. Es fehle die Medikamentenhistorie und die Verbindlichkeit. Die intensivere und verbindliche Betreuung des Patienten und seiner Medikation sei notwendig, koste aber auch Zeit, mahnte der Apotheker im Hinblick auf die Bezahlung dieser Leistung.

JPL

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