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Apothekerin holt ein Arzneimittel aus einer Schublade.

Aktuelle Information der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker.
© ABDA

Mi. 07. September 2016

Hersteller ruft Diabetes Notfall-Medikament zurück

Beim Diabetes-Arzneimittel GlucaGen® HypoKit sind wenige Fälle von fehlerhaft produzierten Spritzen bekannt geworden. Der Hersteller und die Parallel-Importeure rufen daher einzelne Chargen des Präparats zurück.

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Dieses Arzneimittel wird zur Behandlung schwerer Unterzuckerungen (Hypoglykämien) eingesetzt, die bei Diabetes bei der Behandlung von Kindern und Erwachsenen mit Insulin auftreten können. In wenigen Fällen ist die Nadel nicht richtig verklebt. Sie kann sich bei Gebrauch ablösen, wodurch sich das Medikament im Notfall nicht mehr korrekt anwenden lässt. Die Fehlfunktion sei äußerlich nicht erkennbar, teilt die Arzneimittelkommission Deutscher Apotheker (AMK) mit. Deshalb rufen die Firmen Novo Nordisk Pharma GmbH, EurimPharm Arzneimittel GmbH, European Pharma B.V. und Kohlpharma GmbH folgende Chargen von Großhändlern, Apotheken und Patienten vorsorglich zurück:

Novo Nordisk Pharma GmbH

  • FS6W906, Verw. bis: 31.05.2018
  • FS6W937, Verw. bis: 31.05.2018
  • FS6X052, Verw. bis: 31.05.2018

EurimPharm Arzneimittel GmbH

  • FS6X718
  • FS6X874
  • FS6X535

European Pharma B.V.

  • FS6X535

Kohlpharma GmbH

  • FS6X718

Die AMK rät Patienten zu prüfen, ob bei ihrem Arzneimittel eine dieser Chargen-Nummern auf der Packung steht. Wenn dies der Fall ist oder wenn sich Patienten unsicher sind, wenden sie sich am besten an ihre Apotheke. Dort wird ihnen ein Ersatz ausgehändigt. Bis der Patient das neue Präparat bekommen hat, empfiehlt die AMK, das vom Rückruf betroffene Arzneimittel noch zu behalten. Die Versorgung der Patientinnen und Patienten mit diesem Arzneimittel sei laut des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) weiterhin gewährleistet, der Rückruf führe daher nicht zu Liefer- oder Versorgungsengpässen.

Der Hersteller Novo Nordisk hat dazu im Internet ein Patienten-Informationsschreiben veröffentlicht. Dort ist genau beschrieben, wo sich die Chargen-Nummer am Präparat befindet.

RF

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