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Fragen zum Thema Restless-Legs-Snydrom beantworten Experten am Lesertelefon.

Die Beine zucken, kribbeln und schmerzen - unter dem "Restless-Legs-Snydrom" leiden schätzungsweise 10 Prozent der Deutschen.
© juniart - Fotolia.com

Mi. 21. September 2016

Lesertelefon: Restless-Legs-Syndrom

Sobald Sie sitzen oder liegen, fangen Ihre Beine an zu schmerzen, zu kribbeln oder zu zucken? Für viele Menschen, in der Mehrzahl Frauen, gehört das zum Alltag. Sie leiden unter dem Restless Legs Syndrom (RLS), den "ruhelosen Beinen". Was verursacht die Unruhe in den Beinen? Und vor allem: Wie lässt sich das RLS behandeln? Persönlichen Expertenrat gibt es am Donnerstag, 22. September 2016, zwischen 16 und 20 Uhr am Lesertelefon – direkt vom Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie in Mannheim.

Rufen Sie an!

Am Donnerstag, den 22. September 2016
von 16 bis 20 Uhr
Rufnummer: 0800 – 2 811 811

Der Anruf ist gebührenfrei.

Wie stark Unruhe und Schmerzen in den Beinen ausgeprägt sind, ist von Patient zu Patient verschieden. Über die Ursachen des RLS wissen Forscher bis heute noch nicht alles. Fest steht: Einige Formen des RLS sind Folge oder Begleiterscheinung anderer Erkrankungen, zum Beispiel der Nieren, rheumatischer Erkrankungen oder eines Eisenmangels. Andere werden durch Medikamente oder eine Stoffwechselstörung ausgelöst. Bei solchen Fällen spricht man von einem sekundären RLS – und dies lässt sich in der Regel gut behandeln, indem man die Ursachen beseitigt oder behandelt. Anders bei einem primären RLS: Hier scheint die Übermittlung von Signalen im Gehirn über bestimmte Botenstoffe gestört zu sein.

Die Therapie des primären RLS zielt auf die Kontrolle der Symptome ab, da eine Heilung der Erkrankung bisher nicht möglich ist. Hier nutzt die Medizin Wirkstoffe aus der Parkinson-Therapie, wo solche Medikamente seit langem eingesetzt werden, allerdings in deutlich höherer Dosierung. Die aktuellen Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie stufen diese sogenannte dopaminerge Therapie als Behandlung erster Wahl ein. Welches Medikament im Einzelnen für den Patienten geeignet ist, hängt von Faktoren wie dem Schweregrad der Symptome, etwaigen Begleiterkrankungen und anderen Medikamenten ab, die eingenommen werden müssen. Neben Medikamenten spielen auch andere Therapiebausteine eine wichtige Rolle, um mehr Lebensqualität zu erzielen: Massagen, Aufgüsse und Wechselbäder lindern die Symptome ebenso wie der Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel. Nicht zuletzt ist ausreichend viel Bewegung eine der wichtigen Grundlagen für einen erholsamen Schlaf.

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Handelt es sich bei meinen Beschwerden um ein "Restless-Legs-Syndrom"? Wie wird die Diagnose gestellt? Wie schnell schlägt die Therapie an? Wie lange muss ich die Medikamente einnehmen und lässt ihre Wirkung irgendwann nach? Antworten auf alle Fragen rund um das RLS gibt es bei den Experten am Lesertelefon.

Am Telefon unter 0800 – 2 811 811:

  • Dr. med. Sven Thonke, Facharzt für Neurologie, Chefarzt der Klinik für Neurologie am Klinikum Hanau
  • Dipl. med. Safi Hazzan, Facharzt für Neurologie, Kompetenzzentrum RLS und Beinschmerzen, Düsseldorf
  • Marie-Luise Neuheuser, Deutsche Restless Legs Vereinigung e.V., RLS-Patientin und Ansprechpartnerin der RLS-Selbsthilfegruppe Alb-Donau-Kreis

NK

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