Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Jungen immer früher geschlechtsreif

Aktuelles

Junge Männer

Ein heute 18-Jähriger ist körperlich so weit entwickelt wie ein 22-Jähriger um 1800.
© mauritius images

Do. 18. August 2011

Jungen immer früher geschlechtsreif

Jungen werden immer früher körperlich erwachsen. Der Zeitraum, in dem junge Menschen zwar geschlechtsreif, aber sozial gesehen noch nicht erwachsen sind, wird daher immer länger.

Etwa 2,5 Monate pro Jahrzehnt verschiebt sich der Zeitpunkt der Geschlechtsreife der Jungen in Richtung jüngeren Alters. Diesen Trend hat Joshua Goldstein, Direktor des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Rostock (MPIDR), nun mittels Sterblichkeitsdaten nachgewiesen.

Anzeige

"Ein heute 18-Jähriger ist körperlich so weit entwickelt wie ein 22-Jähriger um 1800", sagt Joshua Goldstein. Grund dafür sei vor allem, dass die Menschen immer nahrhafter äßen und widerstandsfähiger gegen Krankheiten würden. Dass der Zeitpunkt der Geschlechtsreife sich verschiebt, scheint biologische Ursachen zu haben, nicht jedoch mit technischem Fortschritt oder sozialen Verhaltensänderungen zusammenzuhängen.

Werden Jungen geschlechtsreif, kommt es zu einer erhöhten Ausschüttung des Hormons Testosteron. Sie leben dann riskanter: Gefährliches Imponiergehabe, Unachtsamkeit und hohe Gewaltbereitschaft führen in dieser Lebensphase häufiger zu tödlichen Unfällen. Diese passieren zwar insgesamt selten, sind aber statistisch deutlich nachweisbar. Das Phänomen nennen Fachleute "Accident Hump", was auf Deutsch mit "Unfall-Häufung" übersetzt werden kann. Es tritt in fast allen Gesellschaften auf. Goldstein fand heraus, dass sich die Spitze dieses statistischen Unfallberges junger Männer seit Mitte des 18. Jahrhunderts verschoben hat: Die Unfälle passieren in jüngerem Alter. Daraus schloss er auf einen immer früheren Eintritt der Jungen in die Geschlechtsreife.

MPG/FH

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Mary Roos erholt sich nach Gallen-OP

Nach schweren Gallenkoliken musste der Sängerin die Gallenblase entfernt werden.

Neue Apotheken Illustrierte vom 15.4.

Titelthema: Beste Technik fürs Herz

MCP-Tropfen nicht mehr verkehrsfähig

Das BfArM widerruft die Zulassung bestimmter Arzneimittel, die Metoclopramid (MCP) enthalten.

Diskretion gehört zum Apothekenalltag

Vertrauliche Beratung ist in der Apotheke selbstverständlich.

Gesundheit in Schulen verbessern

Projekt zeigt, wie die Gesundheit von Schülern und Lehrern gefördert wird.

Grippemittel: Zweifel an der Wirksamkeit

Neue Daten zeigen kaum Vorteile für die Mittel, die für Pandemien bevorratet werden.

Potenzmittel nur mit Rezept

Apotheker geben Hinweise, wie die Behandlung der Erektilen Dysfunktion abläuft.

Nanopartikel sind laut Experten sicher

Das gelte für die derzeit auf dem Markt befindlichen Produkte.

300.000.000.000 Euro für die Gesundheit

Das Statistische Bundesamt meldet, dass diese Marke 2012 erstmals geknackt wurde.

WHO warnt vor Gefahr durch Mücken & Co.

Mehr als eine Million Menschen stirbt jedes Jahr an Erkrankungen wie Malaria oder Borreliose.

Neue Warnhinweise zur Antibabypille

Zum 1.8.2014 wird auf das Risiko venöser und arterieller Thromboembolien hingewiesen.

Wo die langlebigsten Deutschen wohnen

Im Norden konzentrieren sich die Regionen mit besonders vielen Höchstaltrigen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen