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Tablettenblister in der Hand

In Deutschland fließe durch Arzneimittel mehr Geld an den Finanzminister als in die Pharmazie, sagt Karl-Heinz Resch, Geschäftsführer bei der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.
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Fr. 14. Oktober 2011

Mehrwertsteuer auf Arzneimittel zu hoch

Apotheker fordern, die Mehrwertsteuer auf Arzneimittel von 19 auf 7 Prozent zu senken. Das bedeute nicht nur geringere Ausgaben für die Krankenkassen, sondern auch preisgünstigere Arzneimittel für die Patienten, informiert die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. Oktober 2011.

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Auch für rezeptpflichtige Arzneimittel fallen die kompletten 19 Prozent Mehrwertsteuer an. Das mache einen nicht unerheblichen Anteil der Krankenkassen-Ausgaben aus, betont Karl-Heinz Resch, Geschäftsführer bei der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. "Von den 28,6 Milliarden Euro, die die Kassen 2010 für Medikamente ausgegeben haben, entfielen allein 4,6 Milliarden Euro auf die Mehrwertsteuer. Für die Leistungen aller Apotheken in ganz Deutschland gaben die gesetzlichen Kassen dagegen nur 4,5 Milliarden Euro aus. Das heißt: Somit fließt in Deutschland mehr Geld an den Finanzminister als in die Pharmazie!"

Deutschland hat nach Dänemark und Bulgarien den dritthöchsten Mehrwertsteuersatz auf Arzneimittel in der EU. Die meisten anderen EU-Länder belasten ihre Medikamente nicht mit dem vollen, sondern mit einem ermäßigten Satz oder verzichten ganz darauf. Dann würden die Krankenkassen nicht nur geringere Ausgaben haben. Resch: "Auch die Verbraucher, die rezeptfreie Medikamente kaufen, würden das in ihrem Geldbeutel merken."

NAI

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