Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Plötzlicher Kindstod - Warum?

Aktuelles

Hardy Krüger junior

Hardy Krüger jun. hat seinen Sohn durch plötzlichen Kindstod verloren.
© dpa/Jörg Carstensen

Mo. 11. Juli 2011

Plötzlicher Kindstod: Was Forscher über die Vorbeugung wissen

Sein Kind durch den plötzlichen Kindstod zu verlieren, ist wohl einer der schlimmsten Schicksalsschläge. In der Nacht vom 9. auf den 10. Juli verstarb an der rätselhaften Erkrankung der acht Monate alte Sohn des Schauspielers Hardy Krüger jun., Paul-Luca.

Anzeige

Welche Ursachen hinter dem plötzlichen Kindstod stecken, wissen Mediziner bis heute nicht. Rund 200 Theorien haben inzwischen versucht, die häufigste Todesursache bei Kindern unter einem Jahr zu erklären – bisher vergeblich. Immerhin: Einige Risikofaktoren konnten sie identifizieren, und so sank die Zahl der an plötzlichem Kindstod verstorbenen Säuglinge in den letzten 20 Jahren um rund zwei Drittel. Doch immer noch versterben in Deutschland jedes Jahr rund 300 Säuglinge daran – meistens in den ersten sechs Lebensmonaten, meistens während der Nacht und meistens im Winter.

Einige Theorien gehen davon aus, dass der kleine Organismus durch bisher unbekannte Veränderungen, beispielsweise des Gehirns, nicht auf bestimmte Veränderungen reagieren kann. So ist er möglicherweise bei Sauerstoffmangel nicht mehr in der Lage aufzuwachen. Eine andere Theorie hatten einen Sechsfachimpfstoff in Verdacht, was Studien jedoch nicht belegen konnten.

Wissenschaftler konnten aber immerhin Ratschläge formulieren:

  • Eltern sollten in der Wohnung nicht rauchen.
  • Die Temperatur des Schlafzimmers sollte zwischen 16 und 18 Grad Celsius betragen.
  • Zum Schlafen den Säugling auf den Rücken legen – am besten in einem Schlafsack oder unter einer Decke, die nicht über den Kopf rutschen kann, und auf einer festen, luftdurchlässigen Matratze.
  • Auf zusätzliche Decken, Kissen oder Mützchen sollten Eltern ebenso verzichten wie auf Stofftiere im Bettchen.
  • Experten raten, Kinder unter einem Jahr im elterlichen Schlafzimmer (anfangs keinesfalls im elterlichen Bett!) schlafen zu lassen.
  • Auch Stillen scheint Kindern Schutz zu verleihen.
  • In einer amerikanischen Studie haben sich außerdem Schnuller in der Nacht als hilfreich erwiesen.

Nicht nützlich sind dagegen sogenannte Schlafpositionierer, Kissen, die die Kinder daran hindern, sich im Schlaf auf den Bauch zu drehen. In den USA sind sogar Fälle gemeldet, in denen Kinder in einem solchen Kissen erstickt sind.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Gemeinsame Elterninitiative Plötzlicher Säuglingstod (GEPS) Deutschland e. V. unter www.sids.de (sids steht für die englische Bezeichnung des Plötzlichen Kindstods Sudden Infant Death Syndrome).

MP

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Wie Wasser das Abnehmen erleichtert

Bereits ein Glas vor der Mahlzeit zeigt deutlich erkennbaren Erfolg.

Das hilft wirklich gegen einen Kater

Fettiges Essen oder ein großes Glas Wasser? Forscher haben untersucht, was wirklich hilft.

Diskrete Beratung bei Analbeschwerden

Jeder Apotheker bietet diskrete Gespräche an, etwa in einem separaten Raum.

NAI vom 1.9.2015: Naturheilkunde

Die aktuelle Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten befasst sich auf zehn Seiten mit dem Thema Naturheilkunde.

Krebsmedikament und Antibiotika knapp

Derzeit kommt es in Deutschland zu Engpässen von teilweise schwer zu ersetzenden Medikamenten.

Viele Gourmet-Öle sind mangelhaft

Stiftung Warentest kommt zu dem Ergebnis: Viele Produkte enthalten bedenkliche, teils krebserregende Stoffe.

Herz-Kreislauf: Todesfälle in Europa

Das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Krankheit zu sterben, ist in Osteuropa deutlich höher.

Online-Sprechstunde beim Hautarzt

Die Techniker Krankenkasse startet im September zusammen mit Hautärzten ein Pilotprojekt.

Neue Impfempfehlung veröffentlicht

Betroffen sind die Pneumokokken-, Gelbfieber und Windpocken-Impfung.

Reisethrombose: So beugen Sie vor

Viel trinken und Beingymnastik helfen, das Thrombose-Risiko bei einer langen Reise zu senken.

Mehr Arzneimittel verlieren Zulassung

Ab heute geben Apotheken keine Arzneimittel mehr ab, deren Zulassung ruht.

Freunde schützen vor einer Depression

Ein stabiler Freundeskreis bewahrt Jugendliche davor, depressiv zu werden.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen