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Arzneimittelabgabe in der Apotheke

Rabattverträge belasten sowohl Patienten als auch Apotheker.
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Di. 09. August 2011

Viel Arbeit und Verunsicherung durch Rabattverträge

Die seit Juni geltenden Rabattverträge der AOK sorgen in den Apotheken in Rheinland-Pfalz für viel zusätzliche Arbeit und bei den Patienten für Verunsicherung.

Die Mitarbeiter kämpfen gegen ein Versorgungschaos, da ein sehr großer Teil der Rabattarzneimittel nicht oder nur eingeschränkt lieferbar ist. Das führt zu einem enormen Arbeitsaufwand, da immer erst abgeklärt werden muss, ob das betreffende Medikament am Lager ist. Wenn nicht, muss dem Patienten erklärt werden, weshalb er ein anderes Produkt erhält. Gleichzeitig muss er darauf vorbereitet werden, dass ihm bei der nächsten Rezepteinlösung möglicherweise wieder ein Präparatewechsel droht.

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"Gerade ältere Menschen müssen häufig mehrere Arzneimittel am Tag einnehmen. Sie orientieren sich am Aussehen der Packung und werden durch einen häufigen Produktwechsel völlig verunsichert. Das kann dazu führen, dass bei häufigen Produktwechseln das Medikament dann nicht mehr eingenommen wird und dies gegebenenfalls teure Klinikeinweisungen zur Folge haben kann", so der Vorsitzende des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz, Hermann S. Keller.

In den Apotheken entstünde ein völlig überflüssiger Arbeitsaufwand, der mit erheblichen Kosten verbunden sei. Diese kämen noch auf die erheblichen finanziellen Belastungen durch das seit Anfang des Jahres geltende Spargesetz der Bundesregierung hinzu. "Für die Krankenkasse ist anscheinend nur wichtig, Geld zu sparen. Die Patienten und Apotheken sind letztendlich die Dummen", so das Fazit von Keller.

Das Bundesministerium für Gesundheit hat aktuell die endgültigen Rechnungsergebnisse der Gesetzlichen Krankenversicherung für das Jahr 2010 veröffentlicht. Demnach belaufen sich die Einsparungen aus Rabattverträgen auf 1,3 Milliarden Euro. Davon entfallen allein rund 600 Millionen Euro bundesweit auf die AOK.

LAV RP

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