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Apotheker können die gesamte Medikation ihrer Patienten regelmäßig auf mögliche Risiken überprüfen.
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Di. 19. Juli 2011
Wer viele Medikamente erhält, profitiert davon, immer dieselbe Apotheke aufzusuchen. Das sagte Apotheker Dr. Andreas Kiefer, Vorstand des Deutschen Arzneiprüfungsinstituts und Präsident der Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz, in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten.
Mehr als ein Viertel der gesetzlich versicherten Patienten in Deutschland erhält mindestens fünf verschiedene Wirkstoffe gegen verschiedene Krankheiten. »Eine Tablette vor dem Frühstück, eine halbe zum Mittagessen, Tropfen vor dem Schlafengehen, nach Bedarf ein Spray und zweimal pro Woche ein Wirkstoffpflaster: Je mehr Medikamente ein Patient braucht, desto schwieriger fällt es ihm, den Überblick zu behalten«, erklärt Kiefer. Das betrifft vor allem ältere oder mehrfach erkrankte Patienten und wirkt sich schlecht auf die Therapietreue aus. Das heißt, die vom Arzt verordnete Menge der Arzneimittel wird nicht mehr regelmäßig eingenommen und der Behandlungserfolg steht auf dem Spiel.
Dazu kommt, dass die Gefahr von Wechselwirkungen steigt, je mehr Medikamente ein Patient einnimmt. Da gilt sowohl für vom Arzt verschriebene Arzneimittel als auch für die Selbstmedikation. "Besonders ältere Menschen erwerben in der Apotheke oft rezeptfreie Arzneimittel, um ihre 'Gesundheit zu stärken' und um Symptome, die sie beim Arzt ungern vorbringen wollen, zum Beispiel Verdauungsstörungen und Schlafprobleme, selbst zu behandeln", weiß Kiefer. Dies erhöhe das Risiko für unerwünschte Arzneimittelwirkungen.
"Wer fünf oder mehr verschiedene Arzneimittel einnimmt, sollte diese aus seiner Stammapotheke beziehen", rät der Präsident der Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz. Apotheker können die gesamte Medikation ihrer Patienten regelmäßig auf mögliche Risiken überprüfen. So tragen sie dazu bei, die Arzneimitteltherapiesicherheit zu erhöhen und Doppelverordnungen zu vermeiden.
RF
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