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Frau riecht an Kochtopf.

Mmmh, lecker Suppe! Frisch zubereitet ein Genuss, aus der Dose eher weniger empfehlenswert.
© Robert Kneschke - Fotolia

Mi. 23. November 2011

BPA: Giftstoff in der Dosensuppe

Menschen, die häufig Dosensuppen verzehren, setzen sich damit einer erhöhten Belastung durch die schädliche Chemikalie Bisphenol A (BPA) aus. Das haben Forscher der Harvard School of Public Health in Cambridge, USA, herausgefunden. Testpersonen, die über fünf Tage eine Portion Dosensuppe täglich zu sich nahmen, schieden in einem Versuch um mehr als 1000 Prozent erhöhte Mengen der giftigen Chemikalie aus als Vergleichspersonen, die frische zubereitete Suppe aßen.

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Bisphenol A ist in vielen Gebrauchsgegenständen enthalten. Es ist ein Zwischenprodukt der Kunststoffherstellung und findet sich bei Lebensmitteldosen vor allem in der Innenauskleidung der Dosen. BPA werden viele negative Auswirkungen auf die Gesundheit nachgesagt. So soll es bei Kleinkindern zu Hirnschädigungen führen, ebenso wird diskutiert, dass die Chemikalie das Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen erhöhe. Amerikanische Behörden verpflichteten daher sechs große Hersteller von Babyschnullern, kein BPA mehr zu verwenden. Auch vor dem Verzehr von Getränken aus BPA-haltigen Plastikflaschen wird von manchen Experten gewarnt.

Die Studie der Harvard University hat nun untersucht, inwiefern BPA aus in Dosen verpackten Lebensmitteln vom Körper aufgenommen wird. Dazu haben 75 gesunde Testpersonen über fünf Tage entweder frische Suppe oder Dosensuppe verzehrt. Die Wissenschaftler erfassten die Ausscheidung von BPA mit dem Urin. Die Dosensuppen-Esser hatten um 1221 Prozent höhere BPA-Werte im Urin als die Testpersonen, die frische Suppe bekamen.

Die Autoren der Studie stellen fest, dass die Gefahr, die von solchen Dosenprodukten ausgeht womöglich noch größer sei als die Gefahr von Getränken aus Plastikflaschen, zumal sie nicht nur Suppen und feste Lebensmittel, sondern auch Getränkedosen betreffe. Noch sind die genauern Auswirkungen erhöhter BPA-Werte nicht abschließend geklärt. Experten gehen aber davon aus, dass die Menge und die Dauer der Einwirkung der Chemikalie für ihre schädlichen Wirkungen ausschlaggebend sind. Vor diesem Hintergrund regen die Wissenschaftler der Harvard University an, den Einsatz von BPA bei der Innenauskleidung von Getränke- und Lebensmitteldosen zu überdenken.

KK

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