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Paar sitzte auf dem Sofa.

Viele HIV-Infizierte leben mit nicht infizierten Partnern zusammen. Schutz vor Ansteckung ist daher ein wichtiges Thema in der Beziehung.
© DAK

Fr. 23. Dezember 2011

"Science" prämiert HIV-Studie als wissenschaftlichen Durchbruch 2011

Das renommierte Fachmagazin "Science" aus den USA hat die seiner Ansicht nach 10 besten wissenschaftlichen Arbeiten des Jahres 2011 prämiert. Gewinner ist eine Studie zum Thema "Behandlung HIV-infizierter Menschen und Schutz ihrer Partner vor Ansteckung", die im vergangenen Mai veröffentlicht wurde.

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In der internationalen Arbeit konnten Wissenschaftler erstmals zeigen, dass Medikamente, die das HI-Virus hemmen, auch dazu geeignet sind, die Ansteckungsgefahr zu verringern. Sie untersuchten dazu mehr als 1.700 heterosexuelle Paare, von denen jeweils ein Partner HIV-positiv war. Die Paare wurden zwei verschiedenen Gruppen zugeordnet: In der ersten begann der HIV-infizierte Partner, seine antiviralen Medikamente gleich nach der Diagnose einzunehmen. In der zweiten Gruppe startete die medikamentöse Behandlung erst, als sich Symptome einer AIDS-Erkrankung zeigten.

Bereits vier Jahre vor dem geplanten Studienende wurde klar, dass eine frühe Therapie mit einer Kombination antiviraler Medikamente den Partner erheblich besser vor einer Ansteckung mit dem HI-Virus schützt. Daraufhin wurden die vorläufigen Ergebnisse sofort veröffentlicht. "Wir freuen uns, dass Science die außergewöhnliche Bedeutung dieser Studie für die öffentliche Gesundheit anerkannt hat", sagte Dr. Anthony S. Fauci, der Direktor des nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten der USA, das die Studie finanziert hatte.

Auf den weiteren Plätzen der Science Top 10 für 2011 landeten Arbeiten zu ganz unterschiedlichen Bereichen der Naturwissenschaft: unter anderem zur Zusammensetzung von Meteoriten, einem neuen Malaria Impfstoff, Neandertaler-Erbsubstanz in der DNS moderner Menschen oder Wolken von reinem Wasserstoff im Universum.

RF

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