Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Krebs: Fasten kann Therapie unterstützen

Aktuelles

Alter Mann trinkt ein Glas Wasser

Patienten mit speziellen Hirntumoren können den Erfolg einer Strahlentherapie steigern, wenn sie kurzzeitig und kontrolliert fasten.
© Peter Maszlen - Fotolia

Mi. 12. September 2012

Kurzes Fasten macht Hirntumoren empfindlicher

Kontrolliertes, kurzzeitiges Fasten kann spezielle Hirntumore, sogenannte Gliome oder Glioblastome, anfälliger für Strahlen- und Chemotherapie machen. Dies berichten Wissenschaftler aus den USA in der Online-Fachzeitschrift Plos One.

Anzeige

In Versuchen mit Mäusen fanden die Wissenschaftler heraus, dass kurzes Fasten von nicht mehr als 48 Stunden pro Zyklus die Effektivität von Bestrahlung und einer Chemotherapie mit dem Wirkstoff Temozolomid verbesserte. Trotz des extrem aggressiven Wachstums dieser Art von Hirntumor, erlebten durch das Fasten in Kombination mit Strahlentherapie doppelt so viele Mäuse das Ende der Versuchsperiode, im Vergleich zu Mäusen mit nur einem der beiden Therapieansätze. Schon früher konnte ein Wissenschaftsteam um den Studienautor Valter Longo zeigen, dass Kurzzeit-Fasten gesunde Zellen schützt, während es Krebszellen anfälliger macht für die toxischen, sprich giftigen Auswirkungen der Chemotherapie.

In der Regel werden Gliome derzeit operativ behandelt, wobei im Rahmen Operation das Tumorgewebe soweit wie möglich entfernt wird, mit anschließender Bestrahlung. Oft wird zusätzlich eine Chemotherapie durchgeführt. Die Wissenschaftler warnen allerdings davor, ohne ärztliche Rücksprache zu fasten. Betroffene sollten sich in jedem Fall mit ihrem Onkologen besprechen, so ihr Rat.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Diese 3 Sportarten verlängern das Leben

Einige Sportarten wirken sich positiver auf die Gesundheit aus als andere.

ASS: Risiken werden überschätzt

Der schützende Effekt des Wirkstoffs auf Krebs und Herzkrankheiten überwiegt.

Zu viel giftiges Blei in Modeschmuck

Verbraucherschützer haben Modeschmuck, Lebensmittel und Waschmittel unter die Lupe genommen.

Cannabis verringert die Hirndurchblutung

Forscher warnen, dass dies die Gefahr für Alzheimer erhöhen könnte.

Lebenserwartung bei Krebs ist gestiegen

Trotzdem ist Krebs nach wie vor die zweithäufigste Todesursache.

Frauen fürchten, dass die Pille dick macht

Viele verwenden stattdessen weniger sichere Methoden zur Verhütung.

Erst Depression, dann kranker Magen

Seelische und körperliche Erkrankungen treten häufig gemeinsam auf.

Warum Aspartam das Abnehmen erschwert

Der Süßstoff ist kalorienfrei, beeinflusst im Tierversuch aber den Stoffwechsel.

Reizdarmsyndrom wegen Gendefekt?

Forscher sind der Ursache für die Krankheit auf den Grund gegangen.

Rückenschmerz: Oft falsch behandelt

Röntgen-, CT- und MRT-Untersuchungen werden oft überbewertet.

Abgepackter Salat kann gefährlich sein

Salmonellen breiten sich in der Tüte rasend schnell aus.

Drogen: Cannabis hilft beim Ausstieg

Marihuana könnte Menschen helfen, von Alkohol und Opioiden loszukommen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen