Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Führt Verstopfung zu Darmkrebs?

Aktuelles

Wegweiser zu einer öffentlichen Toilette

Bei chronischer Verstopfung wird das stille Örtchen nicht häufiger als dreimal pro Woche aufgesucht.
© mihi - Fotolia

Di. 23. Oktober 2012

Führt chronische Verstopfung zu Darmkrebs?

Darmkrebs und gutartige Neubildungen im Darm treten bei Menschen mit chronischer Verstopfung häufiger auf, als bei Personen ohne solche Verdauungsprobleme. Dies berichteten Forscher gestern auf einer Gastroenterologen-Tagung in Las Vegas (USA).

Anzeige

Anhaltende Verstopfung erhöht den Studienergebnissen zufolge das Risiko für Darmkrebs fast um das Doppelte. Gutartige Veränderungen wie Polypen treten sogar noch häufiger auf. Der gefundene Zusammenhang bedeute jedoch noch nicht, dass Verstopfung den Dickdarmkrebs verursache, betonen die Forscher. Ein Erklärungsansatz, der in diese Richtung geht, könnte jedoch sein, dass der verdaute Nahrungsbrei bei Verstopfung länger im Darm verbleibt. Dadurch verlängere sich auch die Zeit, in der die Darmschleimhaut mit konzentrierten, krebserregenden Stoffen wie Gallensäuren in Kontakt komme, vermuten die Forscher.

Sie hatten für ihre Studie Daten von über 110.000 Personen analysiert. Eine Verstopfung tritt dann auf, wenn der Dickdarm dem Stuhl zu viel Wasser entzieht oder wenn die Muskelkontraktionen des Darms zu langsam und träge sind, so dass der Stuhl zu langsam durch den Darm transportiert wird. Dabei verliert der Darminhalt ebenfalls viel Flüssigkeit, was dazu führen kann, dass der Stuhl hart und trocken wird. Von chronischer Verstopfung sprechen Ärzte, wenn sich der Darm über einen längeren Zeitraum weniger als dreimal pro Woche entleert.

hh

Was hilft gegen Verstopfung?
Was Sie tun können, um einen trägen Darm in Schwung zu bringen, lesen Sie im Beitrag Die 7 besten Tipps gegen Verstopfung auf aponet.de.

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

ASS: Risiken werden überschätzt

Der schützende Effekt des Wirkstoffs auf Krebs und Herzkrankheiten überwiegt.

Zu viel giftiges Blei in Modeschmuck

Verbraucherschützer haben Modeschmuck, Lebensmittel und Waschmittel unter die Lupe genommen.

Cannabis verringert die Hirndurchblutung

Forscher warnen, dass dies die Gefahr für Alzheimer erhöhen könnte.

Lebenserwartung bei Krebs ist gestiegen

Trotzdem ist Krebs nach wie vor die zweithäufigste Todesursache.

Frauen fürchten, dass die Pille dick macht

Viele verwenden stattdessen weniger sichere Methoden zur Verhütung.

Erst Depression, dann kranker Magen

Seelische und körperliche Erkrankungen treten häufig gemeinsam auf.

Warum Aspartam das Abnehmen erschwert

Der Süßstoff ist kalorienfrei, beeinflusst im Tierversuch aber den Stoffwechsel.

Reizdarmsyndrom wegen Gendefekt?

Forscher sind der Ursache für die Krankheit auf den Grund gegangen.

Rückenschmerz: Oft falsch behandelt

Röntgen-, CT- und MRT-Untersuchungen werden oft überbewertet.

Abgepackter Salat kann gefährlich sein

Salmonellen breiten sich in der Tüte rasend schnell aus.

Drogen: Cannabis hilft beim Ausstieg

Marihuana könnte Menschen helfen, von Alkohol und Opioiden loszukommen.

Unter Verstopfung leidet auch die Niere

Eine neue Studie zeigt eine Verbindung zwischen Darm und Niere.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen