Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung MRT bei Kindern: Mit Teddy in die Röhre

Aktuelles

Kleinkind lässt sein Kuscheltier beim Kinderarzt untersuchen

Wenn Kinder gut über eine bevorstehende MRT-Untersuchung informiert sind und ihr Kuscheltier mit in die Röhre nehmen dürfen, brauchen sie meist keine Narkose.
© Robert Kneschke - Fotolia

Do. 15. November 2012

MRT bei Kindern: Mit dem Teddy in die Röhre

Viele Ärzte scheuen bei Kindern Untersuchungen im Kernspintomographen. Sie befürchten, dass ihre kleinen Patienten für das zeitintensive Verfahren ohne Sedierung oder Narkose nicht lange genug stillhalten. Doch es geht: mit Vorgespräch, Kuscheltier und neuer Technik.

Anzeige

Dies haben die Forscher der Ruhr-Universität Bochum bei Kopf-Untersuchungen von über 300 Patienten mit einem Durchschnittsalter von 7,2 Jahren nachgewiesen. In ihrer Studie konnten 41 Prozent der Dreijährigen, 91 Prozent der Vierjährigen und 98 Prozent der Kinder jenseits des fünften Lebensjahres ohne medikamentöse Beruhigung oder Vollnarkose untersucht werden. Von den rund 2.500 aufgenommenen Bildern stuften Radiologen 97 Prozent als "diagnostisch verwertbar" ein.

Zu diesen extrem guten Ergebnissen kamen die Mediziner unter anderem dadurch, dass sie den kleinen Patienten die Angst vor der Untersuchung nehmen konnten. Die Kinder wurden ihrem Alter entsprechend auf die Magnetresonanztomographie vorbereitet, sie hatten genügend Zeit, sich vor der Untersuchung im Scannerraum umzusehen, sie durften ihr Kuscheltier mit in die Röhre nehmen und ihre Eltern waren dabei. Darüber hinaus verwendeten die Bochumer Mediziner MRT-Sequenzen, die mit der so genannten BLADE-Technik aufgenommen worden waren. Dabei handelt es sich um eine Software, die Fehler, die durch Bewegungen entstehen, korrigiert.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Zeit für Entspannung kommt oft zu kurz

Das schlägt sich direkt auf das Wohlbefinden nieder, wie eine neue Studie zeigt.

Kopfschmerzen als Warnzeichen

Kopfschmerzpatienten entwickeln häufiger eine Erkrankung der Schilddrüse.

Ist eine Impfung gegen Erkältung möglich?

Forscher testen einen Impfstoff, der gegen über 100 verschiedene Viren wirken soll.

Kranke Leber bleibt oft unentdeckt

Häufig fehlen spezifische Warnzeichen, die auf eine erkrankte Leber hindeuten.

Prostatakrebs: Ist eine Biopsie ausreichend?

Für die Wahl der richtigen Therapie ist eine einzelne Biopsie womöglich nicht genug.

Angst vor öffentlichen WCs keine Seltenheit

Vielen Menschen ist es sehr unangenehm, in Gegenwart anderer auf die Toilette zu gehen.

Ist Einsamkeit eine Frage der Gene?

Dies könnte erklären, warum sich einige Menschen eher einsam fühlen als andere.

Erdbeer-Aroma macht E-Zigarette giftiger

Bestimmte Geschmacksrichtungen sind für die Bronchien besonders schädlich.

Bier verändert die Wahrnehmung

Eine Studie zeigt, wie Alkohol das Verhältnis zu unseren Mitmenschen beeinflusst.

Hörverlust: Häufiger als gedacht?

Frühe Schäden der Ohren lassen sich mit Hörtests oft nicht feststellen.

Die meisten Menschen sind neidisch

Einer Studie aus Spanien zufolge gibt es vier grundlegende Persönlichkeitstypen.

Sonnencreme: Nur ein hoher LSF schützt

Das Krebsrisiko ohne Sonnencreme kann in manchen Fällen geringer sein als mit Sonnencreme.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen