Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Spermienzahl sinkt kontinuierlich

Aktuelles

Junges Paar in Skikleidung vor verschneiter Landschaft

Männer leiden offensichtlich unter sinkender Fruchtbarkeit.
© mauritius images

Mi. 05. Dezember 2012

Fruchtbarkeit französischer Männer nimmt ab

Die Konzentration und Qualität von Spermien französischer Männer hat stark abgenommen. Dies berichten Wissenschaftler aus Frankreich, die in einer groß angelegten Studie über 17 Jahre hinweg die Samenproben von über 26.000 Franzosen untersucht hatten.

Anzeige

Von 1989 bis 2005 habe die Spermien-Konzentration in den Samenproben kontinuierlich um etwa ein Drittel abgenommen, berichten die Forscher in der medizinischen Fachzeitschrift Human Reproduction. Nach Berechnung der Wissenschaftler sank die durchschnittliche Zahl von Samenzellen von 73,6 Millionen auf 49,9 Millionen pro Milliliter. Die positive Nachricht: Im Mittel lagen die Werte in einem Bereich, der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als "fruchtbar" eingestuft werde, so die Forscher. Sie leiten daraus jedoch auch schlechte Nachrichten ab: Da es sich um einen Durchschnittswert handele, gelte dies nicht für alle Männer. Zudem unterschreite die Samenkonzentration eine bestimmte Schwelle. Das hat laut der Forscher zur Folge, dass sich die Zeit verlängere, die es braucht, um ein Kind zu zeugen. Darüber hinaus sank auch die Zahl der normal geformten Spermien um rund ein Drittel, was auf eine verschlechterte Samenqualität schließen lässt.

Obwohl diese Ergebnisse nicht per se auf andere Länder übertragbar seien, hätten sich anderorts in Studien ähnliche Tendenzen gezeigt, schreiben die Wissenschaftler. Sie vermuten, dass Umweltfaktoren, wie etwa hormonaktive Substanzen, für diese Entwicklung mit verantwortlich seien. Diese Faktoren könnten zu Veränderungen am Erbgut führen. Von Generation zu Generation weitergegeben, könnte dies auf lange Sicht einen Rückgang der männlichen Fruchtbarkeit bedeuten, so die Befürchtung.

hh

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Kranke Leber bleibt oft unentdeckt

Häufig fehlen spezifische Warnzeichen, die auf eine erkrankte Leber hindeuten.

Prostatakrebs: Ist eine Biopsie ausreichend?

Für die Wahl der richtigen Therapie ist eine einzelne Biopsie womöglich nicht genug.

Angst vor öffentlichen WCs keine Seltenheit

Vielen Menschen ist es sehr unangenehm, in Gegenwart anderer auf die Toilette zu gehen.

Ist Einsamkeit eine Frage der Gene?

Dies könnte erklären, warum sich einige Menschen eher einsam fühlen als andere.

Erdbeer-Aroma macht E-Zigarette giftiger

Bestimmte Geschmacksrichtungen sind für die Bronchien besonders schädlich.

Bier verändert die Wahrnehmung

Eine Studie zeigt, wie Alkohol das Verhältnis zu unseren Mitmenschen beeinflusst.

Hörverlust: Häufiger als gedacht?

Frühe Schäden der Ohren lassen sich mit Hörtests oft nicht feststellen.

Die meisten Menschen sind neidisch

Einer Studie aus Spanien zufolge gibt es vier grundlegende Persönlichkeitstypen.

Sonnencreme: Nur ein hoher LSF schützt

Das Krebsrisiko ohne Sonnencreme kann in manchen Fällen geringer sein als mit Sonnencreme.

Stress senkt die Chance auf ein Kind

Neue Studie bestätigt, was schon lange vermutet wurde.

Vorsicht vor "aponet-shop"!

Identitätsdiebstahl: Eine Website macht illegale Geschäfte unter falscher Flagge.

Wie Antidepressiva besser wirken

Die Schlafdauer zu Beginn der Therapie scheint dabei eine Rolle zu spielen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen