Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Schlechter Schlaf = schlechtes Gedächtnis

Aktuelles

Ältere Frau im Bett gähnt und schaut auf einen Wecker.

Ältere Menschen schlafen meist nicht mehr so tief wie junge Erwachsene.
© britta60 - Fotolia

Mo. 28. Januar 2013

Schlechter Schlaf = schlechtes Gedächtnis

Eine Ursache für Gedächtnisprobleme im Alter könnte schlechter Schlaf sein, unter dem viele ältere Menschen leiden. Wissenschaftler aus Berkeley, USA, hoffen nun, dass eine verbesserte Schlafqualität auch dem Gedächtnis auf die Sprünge hilft.

Anzeige

Die amerikanischen Neurologen haben festgestellt, dass bestimmte Hirnwellen den Inhalt des Kurzzeitgedächtnisses während des Tiefschlafs in andere Bereiche des Gehirns übertragen und langfristig abspeichern. Da alte Menschen nicht mehr so tief schlafen, bleiben die Erinnerungen quasi im Kurzzeitgedächtnis stecken und werden Tags darauf mit neuen Eindrücken überschrieben. Diese Problematik macht sich zum Beispiel in einem schlechten Namensgedächtnis bemerkbar.

"Wir haben hier einen fehlerhaften Ablauf entdeckt, der einen Zusammenhang zwischen geistigem Abbau, gestörtem Schlaf und Gedächtnisverlust nahelegt", sagte Professor Matthew Walker, der Hauptautor der Studie. Darauf aufbauend möchten die Forscher nun eine Therapie entwickeln, die die benötigten Hirnwellen während des Schlafs "zündet", um das Gedächtnis zu verbessern. Ihre kleine Studie führten die Neurologen mit 15 gesunden Menschen, die über 70 Jahre alt waren, durch. Als Vergleichspersonen dienten 18 junge Menschen unter 30. Vor dem Schlafengehen mussten die Teilnehmer sich jeweils 120 Begriffe merken, die dann am nächsten Morgen abgefragt wurden. Während der Nacht maßen die Wissenschaftler zusätzlich die Hirnströme.

RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Zeit für Entspannung kommt oft zu kurz

Das schlägt sich direkt auf das Wohlbefinden nieder, wie eine neue Studie zeigt.

Kopfschmerzen als Warnzeichen

Kopfschmerzpatienten entwickeln häufiger eine Erkrankung der Schilddrüse.

Ist eine Impfung gegen Erkältung möglich?

Forscher testen einen Impfstoff, der gegen über 100 verschiedene Viren wirken soll.

Kranke Leber bleibt oft unentdeckt

Häufig fehlen spezifische Warnzeichen, die auf eine erkrankte Leber hindeuten.

Prostatakrebs: Ist eine Biopsie ausreichend?

Für die Wahl der richtigen Therapie ist eine einzelne Biopsie womöglich nicht genug.

Angst vor öffentlichen WCs keine Seltenheit

Vielen Menschen ist es sehr unangenehm, in Gegenwart anderer auf die Toilette zu gehen.

Ist Einsamkeit eine Frage der Gene?

Dies könnte erklären, warum sich einige Menschen eher einsam fühlen als andere.

Erdbeer-Aroma macht E-Zigarette giftiger

Bestimmte Geschmacksrichtungen sind für die Bronchien besonders schädlich.

Bier verändert die Wahrnehmung

Eine Studie zeigt, wie Alkohol das Verhältnis zu unseren Mitmenschen beeinflusst.

Hörverlust: Häufiger als gedacht?

Frühe Schäden der Ohren lassen sich mit Hörtests oft nicht feststellen.

Die meisten Menschen sind neidisch

Einer Studie aus Spanien zufolge gibt es vier grundlegende Persönlichkeitstypen.

Sonnencreme: Nur ein hoher LSF schützt

Das Krebsrisiko ohne Sonnencreme kann in manchen Fällen geringer sein als mit Sonnencreme.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen