Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Blasenprobleme in den Wechseljahren

Aktuelles

Zwei flotte Frauen über 50 in sportlichen Lederjacken und Shirts lachen in die Kamera

In den Wechseljahren bemerken viele Frauen, dass sie Probleme mit einer schwachen Blase bekommen.
© Jeanette Dietl - Fotolia

Sa. 31. August 2013

Wechseljahre bringen häufig Probleme mit der Blase

Zwei Drittel aller Frauen haben in den Wechseljahren geringfügige Probleme mit dem Wasserhalten. Ein Viertel aller Frauen leidet an einer schwachen Blase, berichtet das Infozentrum Inkontinenz.

Anzeige

Grund für die plötzliche Blasenschwäche ist der sinkende Spiegel des weiblichen Sexualhormons Östrogen. Der Körper produziert in den Wechseljahren immer weniger davon, weil die Eierstöcke langsam ihre Arbeit einstellen. Das hat vielfältige Folgen: Der Körper reagiert stärker auf die reizenden Stoffe im Urin. Dadurch nimmt der Harndrang zu. Der pH-Wert in der Scheide steigt, und damit wird die natürliche Scheidenflora anfälliger für Krankheitserreger. Keime und Bakterien breiten sich außerdem leichter aus, weil die Schleimhäute durch den Hormonrückgang schlechter durchblutet werden. Bindegewebe, Beckenbodenmuskulatur und der Schließmuskel werden schwächer. Im Falle des Beckenbodens kann das zu einer Senkung von Blase und Gebärmutter führen, was wiederum die Blasenschwäche begünstigt.

Betroffene Frauen müssen lernen, mit der neuen Situation umzugehen. Oftmals helfen Beckenbodentraining oder eine örtliche Therapie mit Östrogenen. Der Frauenarzt kann entsprechende Salben, Zäpfchen und Tabletten verordnen. Sie sorgen dafür, dass die Blase besser durchblutet wird. Außerdem halten sie das Gewebe elastisch und helfen, ein schützendes Scheidenmilieu aufzubauen. Bis sich die schwache Blase gebessert hat, können Frauen sich mit speziellen Einlagen behelfen. Sie sind heute so zierlich und diskret gestaltet, dass sie selbst unter modischer Kleidung nicht auffallen.

RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Ängstlich durch fettes Essen?

Britische Forscher finden Verhaltensänderungen bei fett ernährten Mäusen.

Hohe Impfquote lässt Kindstodrate sinken

Je höher die Impfquoten liegen, desto weniger Fälle von plötzlichem Kindstod gibt es.

Ist Alzheimer eine Kreislauf-Erkrankung?

Eine neue Theorie erklärt auf ungewöhnliche Weise, wie Demenz entsteht.

Milch könnte das Gehirn fit halten

Regelmäßige Milchtrinker weisen höhere Spiegel des "Zellschützers" Glutathion auf.

Nicht zu viele Mathe-Hausaufgaben machen

Mehr als eine Stunde am Tag ist zu viel, haben spanische Wissenschaftler herausgefunden.

Nickerchen für ein besseres Gedächtnis

Der sogenannte Power Nap hat tatsächlich messbaren Erfolg.

Forscher finden zwei Arten von Depressionen

Je nachdem, welcher Botenstoff fehlt, zeigen sich unterschiedliche Symptome.

Urintest spürt Nierenkrebs auf

Der Test bestimmt zwei Eiweißstoffe, die nur bei dieser Erkrankung zu finden sind.

Klüger und reicher dank Muttermilch

Stillen schafft beste Voraussetzungen für Babys Erfolg im weiteren Leben.

Herzkrankheit: Bypass besser als Stent?

Ein Vergleich der Therapien bei Koronarer Herzkrankheit deutet das an.

Tablet-PCs belasten Nackenmuskeln

Verspannungen und Schmerzen sind mögliche Folgen.

Frauen: Mehr Schlaf bringt mehr Sex

Schon eine zusätzliche Stunde Schlaf macht am nächsten Tag deutlich mehr "Appetit".

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen