Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Warum Frauen später herzkrank werden

Aktuelles

Junge Seniorin lächelt in die Kamera

Während Männer ab einem gewissen Alter mit Herz-Kreislauf-Beschwerden zu kämpfen haben, setzen die Probleme bei Frauen im Durchschnitt erst zehn Jahre später ein.
© Danel - Fotolia

Mi. 25. September 2013

Warum Herzprobleme bei Frauen später einsetzen

US-amerikanische Forscher haben eine mögliche Erklärung dafür gefunden, warum Frauen im Durchschnitt erst zehn Jahre später mit Herz-Kreislauf-Beschwerden zu kämpfen haben als Männer. So scheint der weibliche Körper die negativen Folgen einer Insulinresistenz für Herz und Kreislauf in jüngeren Jahren offenbar besser wegzustecken als der männliche.

Anzeige

Von einer Insulinresistenz sprechen Ärzte, wenn die Körperzellen gegenüber Insulin abstumpfen und daher unter anderem die Verwertung von Glukose aus dem Blut nicht mehr optimal funktioniert. Sie geht mit einer erhöhten Gefahr für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen einher. "Unsere Studie deutet darauf hin, dass jüngere Frauen offenbar so ausgestattet sind, dass sie die negativen Auswirkungen einer Insulinresistenz besser kompensieren können als Männer", kommentiert Studienleiter Sun H. Kim von der Stanford University die aktuelle Untersuchung. Bei einem vergleichbaren Grad der Insulinresistenz traten in der Studie bei Frauen unter 50 Jahren deutlich weniger Komplikationen auf als bei Männern unter 50. Bei Frauen über 50 konnte der Körper dagegen die negativen Folgen einer Insulinresistenz nicht mehr abfangen, so die Forscher.

Sie hatten für ihre Studie, deren Ergebnisse vorrausichtlich in der Novemberausgabe des Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism veröffentlicht werden, mehr als 800 Männer und Frauen auf Herzrisiken und Insulinresistenz hin untersucht. Unter den Studienteilnehmern, die jünger als 50 Jahre waren, hatten Frauen einen niedrigeren Blutdruck und einen geringeren Wert für den Nüchternblutzucker als Männer im vergleichbaren Alter. Zudem fanden sich in ihrem Blut weniger Triglyceride. Kommen diese Blutfette in zu großen Mengen vor, kann dies die Gefahr für Herzkrankheiten und Schlaganfälle erhöhen. Kim vermutet, dass die höhere Widerstandsfähigkeit der Frauen ein natürlicher Schutz während der fruchtbaren Jahre sei. Allerdings seien weitere Untersuchungen nötig, um diese Theorie zu bestätigen.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

ASS: Risiken werden überschätzt

Der schützende Effekt des Wirkstoffs auf Krebs und Herzkrankheiten überwiegt.

Zu viel giftiges Blei in Modeschmuck

Verbraucherschützer haben Modeschmuck, Lebensmittel und Waschmittel unter die Lupe genommen.

Cannabis verringert die Hirndurchblutung

Forscher warnen, dass dies die Gefahr für Alzheimer erhöhen könnte.

Lebenserwartung bei Krebs ist gestiegen

Trotzdem ist Krebs nach wie vor die zweithäufigste Todesursache.

Frauen fürchten, dass die Pille dick macht

Viele verwenden stattdessen weniger sichere Methoden zur Verhütung.

Erst Depression, dann kranker Magen

Seelische und körperliche Erkrankungen treten häufig gemeinsam auf.

Warum Aspartam das Abnehmen erschwert

Der Süßstoff ist kalorienfrei, beeinflusst im Tierversuch aber den Stoffwechsel.

Reizdarmsyndrom wegen Gendefekt?

Forscher sind der Ursache für die Krankheit auf den Grund gegangen.

Rückenschmerz: Oft falsch behandelt

Röntgen-, CT- und MRT-Untersuchungen werden oft überbewertet.

Abgepackter Salat kann gefährlich sein

Salmonellen breiten sich in der Tüte rasend schnell aus.

Drogen: Cannabis hilft beim Ausstieg

Marihuana könnte Menschen helfen, von Alkohol und Opioiden loszukommen.

Unter Verstopfung leidet auch die Niere

Eine neue Studie zeigt eine Verbindung zwischen Darm und Niere.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen