Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Frauen werden schneller kurzatmig

Aktuelles

Mann und Frau joggen bei trübem Wetter über ein Feld

Frauen, die Sport treiben, haben stärker mit Kurzatmigkeit zu kämpfen als gleichaltrige Männer.
© BARMER GEK

Fr. 08. November 2013

Frauen werden schneller kurzatmig als Männer

Ob es ums Treppensteigen geht oder um einen Langstreckenlauf: Frauen geht offenbar schneller die Puste aus als Männern – wortwörtlich gemeint. So haben Frauen, die Sport treiben, stärker mit Kurzatmigkeit zu kämpfen als gleichaltrige Männer. Warum das so ist, haben jetzt kanadische Forscher herausgefunden.

Anzeige

Der Unterschied zwischen den Geschlechtern sei dadurch erklärbar, dass Frauen von Natur aus kleinere Atmungsorgane – Lunge, Atemwege und Atemmuskulatur – hätten als Männer. Bei Frauen sei während des Sports daher eine stärkere elektrische Aktivierung der Atemmuskulatur nötig, um die kleineren Atmungsorgane zu kompensieren, so Dr. Dennis Jensen von der McGill Universität im kanadischen Montreal. Besonders das Zwerchfell werde stärker elektrisch aktiviert, schreiben die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Experimental Physiology.

Für die aktuelle Studie hatten sich 50 nicht-rauchende Studienteilnehmer zwischen 20 und 40 Jahren auf einem stationären Fahrrad für einen Belastungstest ins Zeug gelegt. Während des Radfahrens überwachten die Forscher die Reaktionen von Herz-Kreislauf-System, Stoffwechsel und Atmung. In regelmäßigen Intervallen sollten die Studienteilnehmer zudem ihre Kurzatmigkeit auf einer Skala von eins bis zehn bewerten. Ein Elektromyogramm des Zwerchfells gab zudem weitere Auskunft über die Atemfunktion.

Ihre Erkenntnisse könnten anderen Wissenschaftlern dabei helfen, neue Therapien zu entwickeln, welche die Symptome von Kurzatmigkeit lindern und die körperliche Leistungsfähigkeit verbessern könnten, hoffen die Forscher. Behandlungsmöglichkeiten also, von denen besonders ältere Menschen oder Patienten mit chronischen Herz-oder Lungenkrankheiten profitieren könnten.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Prostatakrebs: Ist eine Biopsie ausreichend?

Für die Wahl der richtigen Therapie ist eine einzelne Biopsie womöglich nicht genug.

Angst vor öffentlichen WCs keine Seltenheit

Vielen Menschen ist es sehr unangenehm, in Gegenwart anderer auf die Toilette zu gehen.

Ist Einsamkeit eine Frage der Gene?

Dies könnte erklären, warum sich einige Menschen eher einsam fühlen als andere.

Erdbeer-Aroma macht E-Zigarette giftiger

Bestimmte Geschmacksrichtungen sind für die Bronchien besonders schädlich.

Bier verändert die Wahrnehmung

Eine Studie zeigt, wie Alkohol das Verhältnis zu unseren Mitmenschen beeinflusst.

Hörverlust: Häufiger als gedacht?

Frühe Schäden der Ohren lassen sich mit Hörtests oft nicht feststellen.

Die meisten Menschen sind neidisch

Einer Studie aus Spanien zufolge gibt es vier grundlegende Persönlichkeitstypen.

Sonnencreme: Nur ein hoher LSF schützt

Das Krebsrisiko ohne Sonnencreme kann in manchen Fällen geringer sein als mit Sonnencreme.

Stress senkt die Chance auf ein Kind

Neue Studie bestätigt, was schon lange vermutet wurde.

Vorsicht vor "aponet-shop"!

Identitätsdiebstahl: Eine Website macht illegale Geschäfte unter falscher Flagge.

Wie Antidepressiva besser wirken

Die Schlafdauer zu Beginn der Therapie scheint dabei eine Rolle zu spielen.

Mit Vitamin D gegen Asthma-Anfälle

Das Sonnenvitamin könnte in der Vorbeugung gute Dienste leisten.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen