Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Schaum füllt Hirn-Aneurysmen

Aktuelles

Lächelnde ältere Frau im Krankenhausbett, sie bekommt von einer Ärztin die Hand gehalten

Ein Aneurysma ist oft ein Zufallsfund. Heute gibt es mehrere Verfahren, um die gefährliche Gefäßaussackung zu verschließen.
© Alexander Raths - Fotolia

Fr. 29. November 2013

Neuartiger Schaum füllt Hirn-Aneurysmen

Obwohl es heute Möglichkeiten gibt, ein Aneurysma im Gehirn zu behandeln, ist eine solche Aussackung von Blutgefäßen immer eine ernste Sache. Reißt es, können ernste neurologische Schäden bis hin zum Tod die Folge sein. US-Forscher haben jetzt einen Schaum entwickelt, der die Behandlung von Hirn-Aneurysmen verbessern soll.

Anzeige

Bei dem Stoff, den die Wissenschaftler für ihre Versuche nutzen, handelt es sich um einen Schaum der aus Formgedächtnis-Polymeren besteht - ein Begriff, der einem sonst eher bei der Suche nach einer neuen Matratze über den Weg läuft. Wie gut dieser Schaum ein Aneurysma füllt und stabilisiert, testeten die Forscher an Schweinen. 30 Tage, nachdem der Schaum mittels eines winzigen Katheders in die Gefäßaussackung eingebracht wurde, war das Aneurysma zum Teil verheilt, nach 90 Tagen war eine fast vollständige Heilung feststellbar, wie die Forscher im Fachblatt Journal of Biomedical Materials Research berichten.

Bislang gebe es zwei Methoden, die zur Behandlung eines Aneurysmas eingesetzt werden, erklären die Forscher. Entweder werde die Aussackung abgeklemmt, was eine Operation am Gehirn nötig mache, oder sie werde mit Hilfe einer Platin-Spirale gefüllt, um die Blutgerinnung im Aneurysma auszulösen. Obwohl beide Methoden bis zu einem gewissen Grad effektiv seien, kann es nachfolgend zu Komplikationen kommen, zum Beispiel Entzündungen, eine nur unvollständige Heilung oder die Entstehung neuer Aneurysmen in direkter Nachbarschaft zur Ausgangsstelle.

Hier habe der Polymerschaum Vorteile, so die Wissenschaftler. Anders als bei Platin-Spiralen, entstünden durch den Schaum nur geringe Entzündungen. Darüber hinaus erlaube er eine natürliche Heilung. Diese sei dadurch definiert, dass sich an der Grenze zwischen dem Schaum und der Wand des geschädigten Blutgefäßes neue Zellen bilden, so die Forscher.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Prostatakrebs: Ist eine Biopsie ausreichend?

Für die Wahl der richtigen Therapie ist eine einzelne Biopsie womöglich nicht genug.

Angst vor öffentlichen WCs keine Seltenheit

Vielen Menschen ist es sehr unangenehm, in Gegenwart anderer auf die Toilette zu gehen.

Ist Einsamkeit eine Frage der Gene?

Dies könnte erklären, warum sich einige Menschen eher einsam fühlen als andere.

Erdbeer-Aroma macht E-Zigarette giftiger

Bestimmte Geschmacksrichtungen sind für die Bronchien besonders schädlich.

Bier verändert die Wahrnehmung

Eine Studie zeigt, wie Alkohol das Verhältnis zu unseren Mitmenschen beeinflusst.

Hörverlust: Häufiger als gedacht?

Frühe Schäden der Ohren lassen sich mit Hörtests oft nicht feststellen.

Die meisten Menschen sind neidisch

Einer Studie aus Spanien zufolge gibt es vier grundlegende Persönlichkeitstypen.

Sonnencreme: Nur ein hoher LSF schützt

Das Krebsrisiko ohne Sonnencreme kann in manchen Fällen geringer sein als mit Sonnencreme.

Stress senkt die Chance auf ein Kind

Neue Studie bestätigt, was schon lange vermutet wurde.

Vorsicht vor "aponet-shop"!

Identitätsdiebstahl: Eine Website macht illegale Geschäfte unter falscher Flagge.

Wie Antidepressiva besser wirken

Die Schlafdauer zu Beginn der Therapie scheint dabei eine Rolle zu spielen.

Mit Vitamin D gegen Asthma-Anfälle

Das Sonnenvitamin könnte in der Vorbeugung gute Dienste leisten.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen