Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Depressionen früh behandeln

Aktuelles

Melancholisch schauender jüngerer dunkelhaariger Mann, blaue Augen, hellblaues Hemd, im Hintergrund schemenhaft ein Bürohaus

Wer Depressionen frühzeitig behandelt, kann ernsten Folgen für Herz und Kreislauf vorbeugen.
© Minerva Studio - Fotolia

Mi. 05. Februar 2014

Depression: Frühe Therapie beugt Herz-Kreislauf-Krankheiten vor

Wer an einer Depression leidet, sollte den Beginn der Behandlung nicht auf die lange Bank schieben. Darauf deutet eine aktuelle Studie aus den USA hin. Werden Depressionen frühzeitig behandelt, kann dies helfen, Folgeerkrankungen wie Herzinfarkte oder Schlaganfälle zu verhindern.

Anzeige

In der Arbeit von Wissenschaftlern der Indiana University–Purdue University Indianapolis zeigte sich, dass Patienten mit Depressionen, die ohne Herz-Kreislauf-Probleme in die Studie gestartet waren, von einer Behandlung mit antidepressiven Medikamenten und Psychotherapie profitierten. Ihr Risiko, innerhalb von acht Jahren einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, war nur etwa halb so hoch wie das von Patienten, die eine Standardversorgung erhalten hatten. Das berichten die Forscher in der Fachzeitschrift Psychosomatic Medicine. Im Gegensatz dazu wirkte sich eine umfassende Versorgung bei Patienten, die schon zuvor an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung litten, nicht positiv auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit aus.

Dass Depressionen mit einer erhöhten Gefahr für Herz-Kreislauf-Erkrankungen einhergehen können, habe sich schon in früheren Studien angedeutet, sagt der Psychologe und Leiter der Studie, Dr. Jesse C. Stewart. Die Wissenschaftler schließen nun aus ihren Ergebnissen, dass die Therapie von Depressionen noch vor dem Beginn damit einhergehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen einsetzen muss, um einen entsprechenden Erfolg zu haben.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Kranke Leber bleibt oft unentdeckt

Häufig fehlen spezifische Warnzeichen, die auf eine erkrankte Leber hindeuten.

Prostatakrebs: Ist eine Biopsie ausreichend?

Für die Wahl der richtigen Therapie ist eine einzelne Biopsie womöglich nicht genug.

Angst vor öffentlichen WCs keine Seltenheit

Vielen Menschen ist es sehr unangenehm, in Gegenwart anderer auf die Toilette zu gehen.

Ist Einsamkeit eine Frage der Gene?

Dies könnte erklären, warum sich einige Menschen eher einsam fühlen als andere.

Erdbeer-Aroma macht E-Zigarette giftiger

Bestimmte Geschmacksrichtungen sind für die Bronchien besonders schädlich.

Bier verändert die Wahrnehmung

Eine Studie zeigt, wie Alkohol das Verhältnis zu unseren Mitmenschen beeinflusst.

Hörverlust: Häufiger als gedacht?

Frühe Schäden der Ohren lassen sich mit Hörtests oft nicht feststellen.

Die meisten Menschen sind neidisch

Einer Studie aus Spanien zufolge gibt es vier grundlegende Persönlichkeitstypen.

Sonnencreme: Nur ein hoher LSF schützt

Das Krebsrisiko ohne Sonnencreme kann in manchen Fällen geringer sein als mit Sonnencreme.

Stress senkt die Chance auf ein Kind

Neue Studie bestätigt, was schon lange vermutet wurde.

Vorsicht vor "aponet-shop"!

Identitätsdiebstahl: Eine Website macht illegale Geschäfte unter falscher Flagge.

Wie Antidepressiva besser wirken

Die Schlafdauer zu Beginn der Therapie scheint dabei eine Rolle zu spielen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen