Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Ehe schützt Frauen vor Herztod

Aktuelles

Glückliches (Ehe-)Paar um die 60

Ehefrauen erkranken zwar genauso häufig am Herzen wie Unverheiratete. Sie sterben allerdings seltener daran.
© Robert Kneschke - Fotolia

Di. 18. März 2014

Ehe schützt Frauen vor Herztod

Jemanden zu heiraten, ist eine Entscheidung des Herzens. Dass davon aber auch das Herz direkt profitieren kann, berichten jetzt britische Forscher. Verheiratete Frauen, fanden sie heraus, sterben demnach weniger häufig an Herzkrankheiten.

Anzeige

Zwar war das Risiko, eine Herzkrankheit zu bekommen, bei verheirateten Frauen genauso hoch wie für Single-Frauen, Witwen oder Geschiedene. Doch die Gefahr, an dieser Krankheit zu sterben, war um 28 Prozent geringer, berichten die Wissenschaftler von der Universität Oxford in der Fachzeitschrift BMC Medicine. Selbst nachdem die Wissenschaftler andere Faktoren, die das Ergebnis hätten beeinflussen können, mit in Betracht gezogen hatten, darunter das Alter, den gesellschaftlichen und finanziellen Status der Frauen oder ihren Lebensstil, blieb das verringerte Risiko bestehen.

Eine mögliche Erklärung dafür sei, dass Ehemänner ihre Partnerinnen vielleicht eher dazu drängen, bei Anzeichen einer Herzerkrankung den Hausarzt aufzusuchen, vermuten Autorin Dr. Sarah Floud und ihre Kollegen. Doch könnten auch andere Gründe für den positiven Einfluss der Ehe verantwortlich sein. In anderen Studien habe sich beispielsweise herausgestellt, dass Partner ihre Ehegatten dabei unterstützen, Medikamente einzunehmen und einen ungesunden Lebensstil zu verändern. Für ihre Studie werteten die Forscher Daten von über 730.000 Frauen mit einem Durchschnittsalter von 60 Jahren aus. Innerhalb von neun Jahren entwickelten rund 30.000 Studienteilnehmerinnen eine Herz-Kreislauf-Erkrankung, 2.000 starben daran.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Prostatakrebs: Ist eine Biopsie ausreichend?

Für die Wahl der richtigen Therapie ist eine einzelne Biopsie womöglich nicht genug.

Angst vor öffentlichen WCs keine Seltenheit

Vielen Menschen ist es sehr unangenehm, in Gegenwart anderer auf die Toilette zu gehen.

Ist Einsamkeit eine Frage der Gene?

Dies könnte erklären, warum sich einige Menschen eher einsam fühlen als andere.

Erdbeer-Aroma macht E-Zigarette giftiger

Bestimmte Geschmacksrichtungen sind für die Bronchien besonders schädlich.

Bier verändert die Wahrnehmung

Eine Studie zeigt, wie Alkohol das Verhältnis zu unseren Mitmenschen beeinflusst.

Hörverlust: Häufiger als gedacht?

Frühe Schäden der Ohren lassen sich mit Hörtests oft nicht feststellen.

Die meisten Menschen sind neidisch

Einer Studie aus Spanien zufolge gibt es vier grundlegende Persönlichkeitstypen.

Sonnencreme: Nur ein hoher LSF schützt

Das Krebsrisiko ohne Sonnencreme kann in manchen Fällen geringer sein als mit Sonnencreme.

Stress senkt die Chance auf ein Kind

Neue Studie bestätigt, was schon lange vermutet wurde.

Vorsicht vor "aponet-shop"!

Identitätsdiebstahl: Eine Website macht illegale Geschäfte unter falscher Flagge.

Wie Antidepressiva besser wirken

Die Schlafdauer zu Beginn der Therapie scheint dabei eine Rolle zu spielen.

Mit Vitamin D gegen Asthma-Anfälle

Das Sonnenvitamin könnte in der Vorbeugung gute Dienste leisten.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen