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Nahaufnahmen: Kontaktlinsenaufbewahrungsgefäß. Kontaktlinse wird mit Pinzette gerade hineingelegt

Eigentlich sollen herkömmliche Kontaktlinsen-Flüssigkeiten alle Bakterien, die Hornhautentzündungen verursachen, abtöten.
© Africa Studio - Fotolia

Sa. 19. April 2014

Kontaktlinsen-Flüssigkeit tötet nicht alle Bakterien ab

Kontaktlinsen-Flüssigkeiten zum Desinfizieren sollen eigentlich alle schädlichen Bakterien abtöten. Es gibt jedoch einige wenige, aber gefährliche Erreger, die den Reinigungsprozess unter Umständen überstehen könnten. Dabei handelt es sich um Stämme, die häufig mit einem schwereren Verlauf von Hornhautentzündungen in Zusammenhang stehen, wie britische Forscher auf einer Tagung von Mikrobiologen in Liverpool berichteten.

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Die Wissenschaftler hatten untersucht, wie lange verschiedene Stämme des Hornhautentzündungen verursachenden Bakteriums Pseudomonas aeruginosa in herkömmlichen Reinigungslösungen für Kontaktlinsen überleben können. Die meisten der zehn Stämme, darunter auch der Stamm, den Hersteller von Kontaktlinsen-Flüssigkeiten verwenden, um die Wirksamkeit ihrer Mittel im Vorfeld zu testen (der sogenannte Referenzstamm), überlebten keine zehn Minuten in den Lösungen. Ein Pseudomonas aeruginosa-Stamm jedoch, der mit schweren und länger andauernden Fällen von Hornhautentzündung in Verbindung stehe, überlebte mehr als vier Stunden, berichteten die Forscher. Dies sei viel länger als der Referenzstamm, was nahelege, dass Hersteller ihre Lösungen lieber mit einem breiteren Spektrum an Bakterienstämmen als bisher testen sollten.

Bis dahin empfehlen die Wissenschaftler Kontaktlinsenträgern, bei Anzeichen einer Hornhautentzündung direkt den Arzt aufzusuchen – auch wenn sie alle Hygienemaßnahmen genau eingehalten haben. Eine bakterielle Hornhautentzündung geht mit geröteten Augen, Brennen und Fremdkörpergefühl einher. Auch das Sehvermögen kann sich verringern, wenn es schlecht läuft, sogar dauerhaft.

HH

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