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Arzt betrachtet/untersucht die rechte Armbeuge einer jüngeren Frau mit zusammenbundenen Haaren, links am Bildrand mit dem Rücken zur Kamera, aber halb im Profil zu sehen

Muttermale ab drei Millimetern Durchmesser wurden in einer Studie gezählt.
© JPC-PROD - Fotolia

Di. 22. Juli 2014

Muttermale weisen auf höheres Brustkrebsrisiko hin

Wissenschaftler haben einen neuen Faktor entdeckt, der auf ein erhöhtes Brustkrebsrisiko hindeuten könnte: Muttermale. Darauf weisen gleich zwei neue Studien hin, die in der Online-Fachzeitschrift PLOS Medicine veröffentlicht wurden.

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In einer französischen Studie mit fast 90.000 Frauen, deren Gesundheitsdaten über 18 Jahre hinweg aufgezeichnet wurden, zeigte sich, dass Frauen mit sehr vielen Muttermalen ein um 13 Prozent höheres Brustkrebsrisiko hatten als Frauen ohne Muttermale. Der Zusammenhang trat allerdings nicht mehr so deutlich zutage, wenn die Forscher andere Risikofaktoren mitberücksichtigten, wie gutartige Brusterkrankungen oder familiäre Vorbelastungen, die ihrerseits mit der Zahl dieser Hautmale in Verbindung standen.

Noch eindeutigere Ergebnisse lieferte dagegen eine Studie US-amerikanischer Wissenschaftler, in der über 74.000 Krankenschwestern über 24 Jahre hinweg Daten lieferten. Die Frauen hatten zu Beginn der Studie angegeben, wie viele Muttermale mit einer Größe von drei oder mehr Millimetern sich auf ihrem linken Arm befanden. Im Vergleich zu Frauen ohne Leberflecke lag die Wahrscheinlichkeit einer Brustkrebs-Diagnose bei Frauen mit 15 oder mehr Muttermalen um 35 Prozent höher.

Dies bedeute allerdings nicht, dass Muttermale Brustkrebs verursachen, betonen die Forscher. Es könnte vielmehr sein, dass Sexualhormone, die vielleicht an der Entstehung von Brustkrebs beteiligt sind, auch mit dem Auftreten der dunklen Hautpigmente zusammenhängen. So fanden die US-Forscher zum Beispiel auch heraus, dass im Blut von Frauen, auf deren Arm sich nach der Menopause sechs oder mehr Muttermale nachweisen ließen, höhere Mengen der Hormone Östrogen und Testosteron vorhanden waren als bei Frauen ohne Muttermale.

HH

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