Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Mehr Pestizide in Gewächshaus-Pflanzen

Aktuelles

Gewächshaus: Asiatin hält Zweig eines Erdbeerstrauchs in einer Hand und betrachtet diese lachend

Erdbeeren werden oft unter Glas oder Folie angebaut. Das hat zwar gute Ernten zur Folge - aber offenbar auch höhere Pestizid-Rückstände.
© kazoka303030 - Fotolia

Do. 20. November 2014

Mehr Pestizide bei Pflanzen aus dem Gewächshaus

Immer wieder geraten Pestizid-Rückstände auf Obst und Gemüse in die Schlagzeilen. Forscher widmeten sich nun der Frage, ob es einen Unterschied macht, ob Pflanzen unter einem Dach aus Glas oder Folie angebaut werden oder unter freiem Himmel.

Anzeige

Bei Kulturpflanzen, die unter dem Schutz von Folie oder im Glashaus angebaut wurden, fanden die Forscher mehr Pestizid-Rückstände als bei vergleichbaren Kulturen, die auf freiem Feld wuchsen. Dies berichten die Wissenschaftler aus Großbritannien und Neuseeland in der Fachzeitschrift Chemosphere. Auch bei einem genaueren Blick auf solche Pflanzenschutzmittel, die sich typischerweise im Sonnenlicht zersetzen, zeigte sich ein ähnlicher Trend. Nämlich, dass bei Pflanzen, die in Folientunneln wuchsen, die durchschnittliche Pestizid-Konzentration höher war als bei Freiland-Pflanzen.

Dass Pestizide bei geschützt wachsenden Pflanzen häufiger und in größerer Menge nachweisbar waren, könnte damit zusammenhängen, dass sich der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln unter Glas oder Folie vom Einsatz auf offenem Feld unterscheidet, vermuten die Wissenschaftler. Es könne aber auch daran liegen, dass Pestizide in geschützten Systemen langsamer abgebaut werden.

Für ihre Tests hatten die Forscher spezielle Pflanzen-Paarungen gebildet: jeweils eine Obst- oder Gemüseart, die typischerweise unter Glas oder Folie angebaut wird, und eine ähnliche, die typischerweise im Freiland wächst. Solche Paare waren zum Beispiel Erdbeeren (geschützt) und Stachelbeeren (Freiland) oder Kopfsalat (geschützt) und Kohl (Freiland). Dann verglichen sie die Konzentrationen verschiedener Pestizid-Rückstände.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Zeit für Entspannung kommt oft zu kurz

Das schlägt sich direkt auf das Wohlbefinden nieder, wie eine neue Studie zeigt.

Kopfschmerzen als Warnzeichen

Kopfschmerzpatienten entwickeln häufiger eine Erkrankung der Schilddrüse.

Ist eine Impfung gegen Erkältung möglich?

Forscher testen einen Impfstoff, der gegen über 100 verschiedene Viren wirken soll.

Kranke Leber bleibt oft unentdeckt

Häufig fehlen spezifische Warnzeichen, die auf eine erkrankte Leber hindeuten.

Prostatakrebs: Ist eine Biopsie ausreichend?

Für die Wahl der richtigen Therapie ist eine einzelne Biopsie womöglich nicht genug.

Angst vor öffentlichen WCs keine Seltenheit

Vielen Menschen ist es sehr unangenehm, in Gegenwart anderer auf die Toilette zu gehen.

Ist Einsamkeit eine Frage der Gene?

Dies könnte erklären, warum sich einige Menschen eher einsam fühlen als andere.

Erdbeer-Aroma macht E-Zigarette giftiger

Bestimmte Geschmacksrichtungen sind für die Bronchien besonders schädlich.

Bier verändert die Wahrnehmung

Eine Studie zeigt, wie Alkohol das Verhältnis zu unseren Mitmenschen beeinflusst.

Hörverlust: Häufiger als gedacht?

Frühe Schäden der Ohren lassen sich mit Hörtests oft nicht feststellen.

Die meisten Menschen sind neidisch

Einer Studie aus Spanien zufolge gibt es vier grundlegende Persönlichkeitstypen.

Sonnencreme: Nur ein hoher LSF schützt

Das Krebsrisiko ohne Sonnencreme kann in manchen Fällen geringer sein als mit Sonnencreme.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen