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Frau wird auf dem Rücken tätowiert.

Tattoos können die Haut nachhaltig irritieren. Beste Anlaufstelle in so einem Fall ist der Hautarzt.
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Do. 28. Mai 2015

Tattoos können lang anhaltende Hautprobleme verursachen

Infektionen, Juckreiz, Schwellungen: Wer seinen Körper mit einer oder mehreren Tätowierungen schmücken will, muss unter Umständen mit lang anhaltenden Hautproblemen rechnen. Zu diesem Ergebnis kamen US-amerikanische Hautärzte nach einer Befragung von Passanten im New Yorker Central Park.

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"Wir waren ziemlich erschrocken über die vielen Berichte von chronischen Komplikationen in Zusammenhang mit Tätowierungen", sagt die Hautärztin Marie Leger von der New York University. Nicht weniger als sechs Prozent der rund 300 Befragten mit Tattoo bekamen nach der Tätowierung Hautprobleme, die länger als vier Monate andauerten - in manchen Fällen sogar Jahre. Zu diesen zählten Hautausschläge, starker Juckreiz sowie Schwellungen. Von kürzeren Hautreaktion, die wenige Wochen andauerten, berichteten zehn Prozent der Befragten. Darunter fielen auch eine verzögerte Heilung, Schmerzen und Infektionen. Die Ergebnisse der Studie wurden online in der Fachzeitschrift Contact Dermatitis veröffentlicht.

Darüber hinaus zeigten die Daten, dass nur ein Drittel der Betroffenen einen Arzt aufsuchte. Aus anderen Studien gehe hervor, dass viele stattdessen Rat in ihrem Tätowierstudio suchten, so die Dermatologin. Ärzte wären jedoch die richtige Anlaufstelle. Einige solcher Hautreaktionen könnten mit kortisonhaltigen, entzündungshemmenden Medikamenten behandelt werden, sagt Leger. In anderen Fällen sei es jedoch gut möglich, dass nur eine Laser-Operation helfe. Insbesondere bei stärkeren Reaktionen könne es notwendig werden, die tätowierte Hautregion oder wulstiges Narbengewebe zu entfernen.

Ob die Reaktion der Haut auf Chemikalien, die in den Tattoo-Farben enthalten sind, zurückgehe, sei noch unklar, sagt Leger. Möglich sei auch, dass sich Chemikalien in Stoffen, die zur Konservierung oder Aufhellung benutzt werden, negativ auswirken oder dass der Abbau bestimmter Stoffe eine Rolle spiele. Einige Probleme scheinen zudem auf eine Immunreaktion zurückzugehen. Doch auch hier liege noch vieles im Dunkeln.

HH

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