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Eine Frau, rote Haare, setzt sich eine Kontaktlinse ins Auge.

Kontaktlinsenträger sind häufig anfälliger für Augeninfektionen.
© Knut Wiarda - Fotolia

Mo. 01. Juni 2015

Mehr Bakterien im Auge bei Kontaktlinsen-Trägern

Wer Kontaktlinsen trägt, hat mehr Bakterien in der Tränenflüssigkeit. Das könnte erklären, warum Kontaktlinsenträger anfälliger für Augeninfektionen sind als Brillenträger.

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Die Bindehaut von Kontaktlinsenträgern weist eine besonders große Bakterienvielfalt auf – das haben Forscher des NYU Langone Medical Centers (USA) herausgefunden. Die Studienergebnisse zeigen außerdem, dass sich die Zusammensetzung der Mikroorganismen in der Tränenflüssigkeit und auf dem Augenlid bei Kontaktlinsenträgern viel mehr ähnelt als bei Menschen, die keine Linsen tragen. "Die Ergebnisse sollen dabei helfen zu verstehen, warum die Augen von Kontaktlinsenträgern anfälliger für Infektionen sind", sagt Maria Gloria Dominguez-Bello, Mikrobiologin und Autorin der Studie. Die Studie würden zeigen, dass Fremdkörper wie Kontaktlinsen eindeutige Auswirkungen auf die Augen haben.

Jetzt müsste getestet werden, ob sich die Bakterien vermehren, weil mit den Fingern in die Augen gefasst wird, oder ob der Druck, der die Kontaktlinse auf das Auge ausübe, das Immunsystem im Auge beeinflusse. Überraschenderweise haben die Forscher bei ihren Tests mehr Staphylokokken in den Augen von den Studienteilnehmern gefunden, die keine Kontaktlinsen tragen. Diese Bakterien sind häufig für Infektionen verantwortlich, vor allem für Hauterkrankungen. Dafür gebe es bisher noch keine Erklärung – denn Augeninfektionen werden laut den Forschern häufiger bei Kontaktlinsenträgern festgestellt.

NK

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