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Junger Mann atmet Rauch ein.

Selbst in jüngerem Lebensalter schadet Passivrauchen dem Herz-Kreislauf-System.
© olly - Fotolia

Mo. 03. August 2015

Passivrauchen erhöht Risiko für Schlaganfall

Raucher erleiden häufiger Schlaganfälle, das ist bekannt. Eine neue US-Studie belegt jetzt, dass auch Menschen, die passiv Zigarettenrauch ausgesetzt sind, ein höheres Risiko für diese gefährliche Hirndurchblutungsstörung haben. Das meldet die Deutsche Schlaganfall-Hilfe.

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An der "Reasons for Geographic and Racial Differences in Stroke" Studie (REGARDS) nahmen 21.743 Menschen teil, von denen 23 Prozent an ihrem Wohnort oder Arbeitsplatz Passivrauchen ausgesetzt waren. Insgesamt gab es unter den verhältnismäßig jungen Teilnehmern über einen Zeitraum von etwa fünf Jahren 428 Schlaganfälle. In der Gruppe der Passivraucher war die Rate um 30 Prozent höher.

Was macht das Passivrauchen gefährlich? Viele der eingeatmeten Schadstoffe schädigen die Gefäßinnenwände, so dass Ablagerungen entstehen, die Arteriosklerose. Die Folge ist eine schlechtere Durchblutung aller Organe und ein steigender Blutdruck. Dieser Druck schädigt die Gefäße zusätzlich, die Gefahr von Thrombosen steigt. Studien zu den Folgen des Passivrauchens sind methodisch schwierig, weil sich hier die Effekte von verschiedenen sozialen Risikofaktoren vermischen. Der Zusammenhang zwischen Passivrauchen und Herzinfarkten gilt dennoch als gut belegt. Nun gibt es auch bessere Daten für den Schlaganfall.

RF

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