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Stress im Kindesalter ist schlecht für die Gesundheit.

Eine unbeschwerte Kindheit geht offenbar mit einem geringeren Risiko für gewisse Krankheiten einher.
© Christian Schwier - Fotolia

Di. 29. September 2015

Stressige Kindheit schadet der Gesundheit noch im Erwachsenenalter

Psychischer Stress in der Kindheit erhöht die Gefahr für Herzkrankheiten und Diabetes im Erwachsenenalter – selbst dann, wenn sich die seelischen Probleme bis dahin gelegt haben. Dies geht aus einer neuen Studie US-amerikanischer Forscher hervor.

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Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen war bei Studienteilnehmern am höchsten, die ihr Leben lang unter psychischem Stress gestanden hatten. Außerdem zeichnete sich ab, dass sich Stress in der Kindheit weitreichend negativ auf die Gesundheit später im Leben auswirken kann. So lag auch bei Teilnehmern, die nur in der Kindheit psychische Probleme hatten, das Risiko für Herzkrankheiten und Diabetes höher als bei Personen, die nur als Erwachsene unter Druck standen. "Unsere Studie unterstützt die zunehmenden Hinweise, dass seelische Belastung zu einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-und Stoffwechsel-Erkrankungen beiträgt und dass dieser Effekt schon relativ früh im Leben angestoßen wird", sagt Studienleiterin Ashley Winning von der Harvard's T.H. Chan School of Public Health in Boston.

Auch wenn die negativen Auswirkungen sich etwas abmilderten, wenn die Belastung im Erwachsenenalter geringer war, waren sie doch nicht vollständig verschwunden. Außerdem werde immer deutlicher, dass Not im sozialen Umfeld eines Kindes die Wahrscheinlichkeit erhöhe, dass das Kind unter hohem psychischen Stress leide. Deshalb sollten frühe Maßnahmen zur Prävention nicht nur das Kind alleine betrachten, sondern auch das soziale Umfeld mit einbeziehen, so die Autoren in der Fachzeitschrift Journal of the American College of Cardiology. Die Forscher hatten für ihre Arbeit Daten von fast 7.000 Personen, die im Jahr 1958 innerhalb einer Woche in Großbritannien geboren worden waren, untersucht. Hierfür verglichen sie Blut- und Blutdruckwerte im Alter von 45 Jahren mit Informationen zu Stress und mentaler Gesundheit, die im Alter von sieben, elf, 16, 23, 33 und 42 aufgenommen worden waren.

HH

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