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Gefühlsschwankungen in der Pubertät nehmen mit den Jahren ab.

Teenager durchleben in der Pubertät ein regelrechtes Gefühlschaos. Die gute Nachricht: Nach und nach legen sich die Stimmungsschwankungen.
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Mi. 14. Oktober 2015

Pubertät: Laune wird mit der Zeit besser

Teenager – gerade waren sie noch guter Dinge, im nächsten Moment sind sie schlecht gelaunt, motzig oder zu tiefst betrübt. In der Pubertät fahren die Gefühle vieler Jugendlicher Achterbahn. Für alle Eltern haben Forscher jetzt eine gute Nachricht: Je älter die Teenies werden, desto stabiler werden sie.

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Einer aktuellen niederländischen Studie zufolge nehmen die Gefühlsschwankungen mit zunehmendem Alter ab. "Wir konnten beobachten, dass das frühe Jugendalter die Zeit mit den stärksten Schwankungen ist", sagt Koautor Hans M. Koot, Professor für Entwicklungspsychologe an der VU University Amsterdam und vom EMGO Institute for Health and Care Research. Nach und nach seien Jugendliche jedoch dazu in der Lage, ihre Stimmung zu stabilisieren. Dies galt zumindest für Gefühle wie Freude, Ärger und Traurigkeit, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift Child Development. Dass diese Gefühle besonders zu Beginn der Pubertät stark schwanken, erklären sich die Wissenschaftler damit, dass viele Dinge in dieser Lebensphase neu sind, wie etwa die erste Liebe oder Konflikte mit den Eltern im Hinblick auf die Freizeit.

Für Teenager, Eltern und Lehrer sei es gut zu wissen, dass Gefühlsschwankungen zu Beginn der Pubertät völlig normal sind und in der Regel mit der Zeit abnehmen. Geschehe dies nicht oder würden die Schwankungen sogar noch stärker, könnte dies ein Hinweis sein, dass professionelle Hilfe nötig ist, so die Forscher. Frühere Studien hätten gezeigt, dass starke Gefühlsschwankungen mit Verhaltensauffälligkeiten, emotionalen und zwischenmenschlichen Problemen zusammenhängen können. Das einzige Gefühl, das im Übrigen nicht ins Muster passte, war Angst. So flackerten Ängste zu Beginn der Pubertät vermehrt auf. Nach und nach nahmen die Schwankungen ab, legten aber später noch einmal zu. Dies lasse sich mit dem Übergang ins Erwachsenenleben erklären, dem Ende der Schulzeit und dem Beginn einer Ausbildung oder eines Studiums, so die Forscher.

HH

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