Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Gut fürs Herz ist auch gut fürs Gehirn

Aktuelles

Verhaltensweisen, die für die Herzgesundheit gut sind, scheinen auch dem geistigen Abbau vorzubeugen.

Regelmäßige Gartenarbeit bringt einen an die frische Luft und stärkt Herz und Kreislauf.
© lightpoet - Fotolia

Do. 17. März 2016

Gut fürs Herz ist auch gut fürs Gehirn

Verhaltensweisen, die für die Herzgesundheit gut sind, scheinen auch dem geistigen Abbau, der mit dem Altern einhergehen kann, vorzubeugen. Zu diesem Ergebnis kommen US-amerikanische Wissenschaftler in einer Studie.

Anzeige

Je mehr herzgesunde Verhaltensweisen Studienteilnehmer an den Tag legten, desto besser war bei einem Eingangstest die Verarbeitungsgeschwindigkeit ihres Gehirns. Zu den sieben gesunden Herzfaktoren, die die US-amerikanische Herzgesellschaft unter dem Begriff "Life's Simple 7" zusammenfasst, zählen:

  • Nichtrauchen,
  • ein gesundes Gewicht,
  • Bewegung,
  • eine gesunde Ernährung,
  • ein normaler Blutdruck,
  • normale Cholesterin- und
  • normale Blutzuckerwerte.

Den stärksten Zusammenhang fanden die Forscher für Rauchen, Gewicht und Blutzucker. Erneute Tests etwa sechs Jahre später zeigten zudem, dass mehr Faktoren der Herzgesundheit mit einem geringeren geistigen Abbau in Verbindung standen. Dies galt für die Schnelligkeit, mit der das Gehirn Informationen verarbeiten konnte, das Gedächtnis und sogenannte exekutive Funktionen des Gehirns. Diese stehen zum Bespiel mit Konzentration, Zeitmanagement und anderen kognitiven Fähigkeiten in Zusammenhang.

Auf die sieben gesunden Herzfaktoren zu achten, kann demnach noch mehr, als nur das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall zu senken. Die Erkenntnis, dass diese auch die Gehirnfunktionen beeinflussen, unterstreiche einmal mehr, wie wichtig es sei, die sieben Herzfaktoren zu messen und im Blick zu behalten, so Hannah Gardener, leitende Autorin und Wissenschaftlerin im Fachbereich Neurologie der University of Miami in Florida. Weitere Studien müssten nun zum Beispiel untersuchen, wie sich die Behandlung von Risikofaktoren oder eine Änderung des Lebensstils auf die Abnahme der geistigen Funktionen auswirke oder in welchem Lebensabschnitt entsprechende Maßnahmen den größten Einfluss auf die späteren Hirnprozesse haben könnten.

HH

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen