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Wer sich viel bewegt, hat ein geringeres Risiko, an einer Thrombose zu erkranken.

Wer sich bewegt, lebt gesünder: Einer neuen Studie zufolgt senkt regelmäßiges Training das Thromboserisiko.
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Mi. 04. Mai 2016

Wenig Bewegung erhöht das Thromboserisiko

Raus aus dem Sofa, rein in die Laufschuhe: Zu wenig körperliche Aktivität fördert Prozesse, die das Thromboserisiko erhöhen. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Universität Wien, die aber auch belegt, dass man dem leicht gegensteuern kann.

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Frauen mit geringer körperlicher Fitness wiesen der Studie zufolge eine deutlich höhere Thrombozyten-Aktivierung auf als Frauen mit durchschnittlicher oder sehr guter Fitness, schreiben die Forscher im Fachblatt Medicine & Science in Sports & Exercise. Dies wiederum kann die Bildung von Blutgerinnseln fördern. Diese können lebensgefährlich werden, wenn sie die Blutgefäße verstopfen und die Blutversorgung wichtiger Organe verhindern. Darüber hinaus seien aktivierte Blutkörperchen auch an Entzündungsprozessen beteiligt, so die Forscher.

Doch die Wissenschaftler haben auch eine gute Nachricht: Wie die Ergebnisse ebenfalls zeigen, führte selbst ein moderates Ausdauertraining in relativ kurzer Zeit dazu, dass sich die Werte der Thrombozyten-Aktivierung verbesserte. Wurde über einen Zeitraum von zwei Monaten drei Mal wöchentlich ein Lauftraining von jeweils maximal 40 Minuten absolviert, normalisierte sich die Funktion der Blutplättchen rasch, berichten die Forscher.

Herz-Kreislauferkrankungen und ihre akuten Formen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall stellen die weltweit häufigste Todesursache dar. Latent aktivierte Thrombozyten spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle, da sie eine Vielzahl von Stoffen freisetzen, welche Gefäßveränderungen fördern können, erläutert Stefan Herber, Erstautor der Studie. Wenn geringe Bewegung mit einer höheren Zahl an Thrombozyten einhergehe, sei es daher schlüssig, dass sie an der Entstehung von Herzkrankheiten mit beteiligt seien.

HH

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