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Langes Fernsehen erhöht das Risiko für eine Lungenembolie.

Wissenschaftler empfehlen, nach einer Fernsehzeit von etwa einer Stunde aufzustehen und sich die Beine zu vertreten.
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Di. 26. Juli 2016

Lungenembolie: Exzessives Fernsehen ist tödlich

Exzessives Fernsehgucken könnte die Wahrscheinlichkeit erhöhen, an einer Lungenembolie zu sterben. Davor warnen Forscher aus Japan. Fernseh-Junkies empfehlen sie ähnliche präventive Maßnahmen wie bei einem Langstreckenflug.

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Regelmäßig viel Zeit vor dem Fernseher zu verbringen erhöhte in einer aktuellen Studie aus Japan die Wahrscheinlichkeit, an einem Blutgerinnsel in der Lunge zu sterben. Dies berichten Forscher um Hiroyasu Iso, Professor an der Universität Osaka, in der Fachzeitschrift Circulation. Im Vergleich zu Studienteilnehmern, die weniger als zweieinhalb Stunden täglich vor dem Fernseher saßen, erhöhte sich bei einer Fernsehzeit von 2,5 bis 4,9 Stunden die Gefahr, an einer Lungenembolie zu sterben, um 70 Prozent. Jene, die fünf oder mehr Stunden fernsahen, hatten sogar ein 2,5-faches Risiko. Die Forscher hatten zwischen 1988 und 1990 über 86.000 Japaner zu ihren Fernsehgewohnheiten befragt.

Einer Lungenembolie geht normalerweise eine Thrombose in den Venen von Bein oder Becken voraus, die durch Inaktivität und einem langsameren Blutfluss verursacht wird. Löst sich das Gerinnsel, kann es bis zur Lunge gelangen und dort in einem kleinen Blutgefäß stecken bleiben. Die Forscher empfehlen, dass Menschen, die lange Zeit sitzend vor dem Fernseher verbringen, ähnliche Vorsichtsmaßnahmen treffen sollten wie Passagiere auf Langstreckenflügen, um die Bildung von Blutgerinnseln zu vermeiden: "Nach etwa einer Stunde aufstehen, sich strecken und herumgehen oder während des Fernsehguckens die Beinmuskeln fünf Minuten lang abwechselnd anzuspannen und zu entspannen", rät Iso. Darüber hinaus könne das Trinken von Wasser helfen.

HH

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