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Die weltweit größten Menschen leben in den Niederlanden.

Lettische Frauen sind im internationalen Vergleich mit durchschnittlich 1,70 Metern die größten.
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Mi. 27. Juli 2016

Wo weltweit die größten Menschen leben

Die größten Männer der Welt leben in den Niederlanden, bei den Frauen liegt Lettland ganz vorn. Sie überragen die durchschnittlichen kleinsten Männer und Frauen um 22,5 bzw. um 21 Zentimeter. Das zeigt ein internationaler Größenvergleich aus den vergangenen 100 Jahren.

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Der Studie zufolge sind niederländische Männer mit einer durchschnittlichen Größe von 182,5 Zentimetern weltweit die Größten, gefolgt von Belgien, Estland und Lettland den Niederlanden. Die größten Frauen mit im Schnitt 170 Zentimetern leben in Lettland, hier folgen die Niederlande auf Platz zwei, Estland und Tschechien. Die kleinsten Männer mit einer Durchschnittsgröße von 160 Zentimetern leben in Osttimor, einem Inselstaat in Südostasien, die kleinsten Frauen mit im Schnitt 149 Zentimeter in Guatemala. Deutschland liegt im internationalen Vergleich bei den Frauen auf Rang 14 (1,66 Meter) und bei den Männern auf Rang 11 (1,80 Meter). Zu diesem Ergebnis kommt eine internationale Studie, an der fast 800 Wissenschaftler unter Leitung des Imperial College London mitgearbeitet hatten.

Am meisten an Körpergröße zugelegt haben in den vergangenen 100 Jahren südkoreanische Frauen und iranische Männer. Die Männer legten durchschnittlich um 16,5 Zentimeter zu, die Frauen sogar um 20,2 Zentimeter. Dagegen nahm die Größe britischer Männer und Frauen innerhalb eines Jahrhunderts nur etwa elf Zentimeter zu, die von US-Amerikanern und –Amerikanerinnen sogar nur sechs beziehungsweise fünf Zentimeter. Damit sank die einstmals besonders große US-Bevölkerung, die auf dem dritten und vierten Platz der weltweiten Größenrangliste lag, auf den 37sten und 42sten Platz ab. Während das Größenwachstum in manchen Ländern wie den USA, Großbritannien, Finnland und Japan in den letzten 30 bis 40 Jahren stagnierte, nehme die Körpergröße in Spanien, Italien und vielen Ländern Lateinamerikas sowie Ostasiens noch weiter zu, so die Forscher. In anderen Ländern wie Sierra Leone, Uganda und Ruanda nahm die Körpergröße dagegen sogar ab.

Die Ergebnisse der Studie seien wichtig, denn die Körpergröße bilde den Gesundheitszustand verschiedener Länder über ein Jahrhundert ab und gebe einen Hinweis auf die Umweltfaktoren und die Ernährung von Kindern und Jugendlichen weltweit, sagt Professor Majid Ezzati vom Imperial College London.

HH

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