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Patienten mit Schlafstörungen haben ein erhöhtes Schlaganfall-Risiko.

Schlafstörungen sollten ernst genommen werden, mahnen Neurologen.
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Mo. 08. August 2016

Schlafstörungen steigern das Schlaganfall-Risiko

Wer an Schlaflosigkeit oder nächtlichen Atemaussetzern leidet, hat ein höheres Risiko für einen Schlaganfall. Auch die anschließende Erholungsphase verläuft bei Schlaganfall-Patienten langsamer. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie, die im US-Fachblatt "Neurology" veröffentlicht wurde.

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Schlaganfallpatienten sollten unbedingt auf Schlafstörungen hin untersucht werden, so das Fazit der Wissenschaftler. Gleiches gelte für Personen mit einer transitorisch-ischämischen Attacke (TIA), deren Symptome einem Schlaganfall ähnlich sind. Für die Studie hatten die Forscher um Prof. Dirk M. Hermann von der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen die aktuelle Datenlage zu den Zusammenhängen zwischen Schlafstörungen und Schlaganfall untersucht. "Schlaganfallpatienten erleiden öfter einen weiteren Schlaganfall und erholen sich davon schlechter", resümiert Hermann. Die Studie zeige auch, dass Patienten mit Schlafstörungen oder schlafbezogenen Atemstörungen häufiger in ein Pflegeheim verlegt werden als andere Patienten nach einem Schlaganfall.

Um den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen, sollten Schlafapnoe-Patienten eine Behandlung mit einer Atemmaske erhalten. Auch Schlafstörungen können gut behandelt werden, zum Beispiel mit einer kognitiven Verhaltenstherapie oder mit Medikamenten. Die Neurologen fordern daher, Schlafstörungen mehr Aufmerksamkeit zu schenken und diese gezielter zu behandeln, um schlimmere Folgen für die Gesundheit zu vermeiden.

NK

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