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Bier verändert die Wahrnehmung, eine eine neue Studie zeigt.

Alkohol wird am liebsten in Gesellschaft getrunken. Das hat seine Gründe, wie eine neue Studie zeigt.
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Di. 20. September 2016

Wie Bier die Wahrnehmung verändert

Biertrinken beeinflusst die Art und Weise, wie wir bestimmte Gefühle wahrnehmen. Speziell scheint es den Blick für glückliche Gesichter zu schärfen. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher aus der Schweiz, die untersucht hatten, wie sich ein Glas Bier auf das Verhältnis zu anderen auswirkt.

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Nach einem halben Liter Bier nahmen Studienteilnehmer glückliche Gesichter schneller wahr als nach alkoholfreiem Bier. Außerdem verstärkte sich ihr Wunsch, gemeinsam mit anderen Menschen Spaß zu haben. Dies belegt eine Studie von Forschern um Professor Matthias Liechti vom Universitätsspital Basel, die im Fachblatt Psychopharmacology veröffentlicht wurde. Für Frauen waren diese Ergebnisse deutlicher als bei Männern. Darüber hinaus fiel es Studienteilnehmern, auch hier besonders Frauen, unter dem Einfluss von Bier leichter, bei einem Test eindeutige sexuelle Bilder zu sehen. Diese Tatsache schien sich jedoch nicht auf die sexuelle Erregung auszuwirken, so die Forscher. Zudem fanden die Forscher vor und nach dem Biertrinken keinen Unterschied für die Menge des Bindungshormons Oxytocin.

Die Studienergebnisse stützen die gängige Annahme, dass Alkohol als soziales Schmiermittel wirkt und dass Alkohol in moderaten Mengen Menschen glücklich und sozialer macht und in Bezug auf Sex zumindest enthemmt, schreibt Professor Wim van den Brink aus Amsterdam in einem Kommentar. Die Unterschiede zwischen Männern und Frauen könnten möglicherweise durch unterschiedliche Alkoholkonzentrationen im Blut bei gleichem Alkohol-Konsum zu erklären sein.

HH

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