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Blutdrucksenker können die Psyche beeinflussen.

Einige Blutdrucksenker können unerwünschte Nebenwirkungen haben.
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Di. 18. Oktober 2016

Blutdrucksenker wirken auf die Psyche

Verschiedene Wirkstoffe, die häufig zur Therapie von Bluthochdruck eingesetzt werden, beeinflussen offenbar auch die Psyche. Die Wirkung unterscheidet sich dabei deutlich, wie die Forscher im Fachblatt Hypertension berichten.

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Für ihre Studie untersuchten die Wissenschaftler um Sandosh Padmanabhan, Professor an der Universität von Glasgow in Großbritannien vier Wirkstoffklassen: Angiotensin-Antagonisten, Betablocker, Calciumkanalblocker und Thiaziddiuretika. Dabei zeigte sich, dass Patienten, die Betablocker oder Calciumkanalblocker einnahmen, ein zweifach erhöhtes Risiko für einen Krankenhausaufenthalt wegen einer psychischen Störung hatten als Patienten, die Angiotensin-Antagonisten einnahmen. Bei letzteren war das Risiko, wegen einer psychischen Störung ins Krankenhaus zu kommen, am geringsten. Dies galt im Vergleich zu Patienten, die andere Medikamente einnahmen, aber auch im Vergleich zu jenen, die nicht wegen Bluthochdruck behandelt worden waren. Patienten, die Thiaziddiuretika verwendeten, hatten das gleiche Risiko wie Studienteilnehmer ohne medikamentöse Bluthochdruck-Therapie.

Die Wissenschaftler hatten die Daten von rund 256.000 Studienteilnehmern analysiert, von denen über die Hälfte wegen Bluthochdruck mit einem dieser Blutdrucksenkern behandelt worden war. Wie die Forscher berichten, hatte es im Studienzeitraum von fünf Jahren 299 Krankenhausaufnahmen wegen psychischer Störungen gegeben, vor allem wegen schwerer Depressionen. Im Durchschnitt war dies 2,3 Jahre nach Beginn der Bluthochdruck-Therapie. Es sei wichtig, die Ergebnisse in weiteren Studien zu bestätigen, betonen die Forscher. Die Studie habe sich vor allem auf das Risiko schweren psychischen Störungen konzentriert, bei denen ein Krankenhausaufenthalt notwendig wurde. Wichtig wäre es nun unter anderem, den Einfluss der verschiedenen Blutdrucksenker auf leichte bis moderate Stimmungsveränderungen zu untersuchen, so die Wissenschaftler.

HH

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