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Kiffen reduziert offenbar die Durchblutung des Gehirns.

Bei kaum einer anderen Droge gehen die Ansichten über die Risiken und den Nutzen so weit auseinander wie bei Marihuana.
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Mi. 30. November 2016

Cannabis verringert die Durchblutung des Gehirns

Eine Legalisierung von Cannabis kann Vorteile mit sich bringen, birgt jedoch auch Gefahren. Eine aktuelle Studie deutet nun darauf hin, dass sich Marihuana auf den Blutfluss im Gehirn auswirken kann, insbesondere auf Regionen, die mit Alzheimer in Verbindung stehen.

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Marihuana-Konsumenten hatten den Ergebnissen zufolge eine ungewöhnlich niedrige Durchblutung des Gehirns. Das zeigten Scans mithilfe sogenannter Single-Photon-Emissions-Computertomografie (SPECT) von über 1.000 Studienteilnehmern. Anhand der Durchblutung des Hippocampus ließen sich Marihuana-Konsumenten verlässlich von Nicht-Konsumenten unterscheiden, berichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Journal of Alzheimer’s Disease. Auffallend war für die Forscher jedoch nicht nur der reduzierte Blutfluss zum Gehirn, sondern dass der Hippocampus die am stärksten betroffene Region darstellte. Diese Hirnregion nimmt in Bezug auf Gedächtnis und Lernen eine Schlüsselstellung ein und spielt auch bei der Alzheimer-Krankheit eine wichtige Rolle.

Unterschiede zwischen Cannabis-Konsumenten und Nicht-Konsumenten zeigten sich besonders im rechten Hippocampus während einer Konzentrationsübung. Es werde vermutet, dass Marihuana die Gedächtnisbildung behindere, indem es die Aktivität dieser Hirnregion hemme, so die Forscher. Aufgrund ihrer Ergebnisse mahnen sie im Hinblick auf eine Legalisierung von Cannabis zur Vorsicht. Ihre Studie gebe Anlass zur Sorge, dass Marihuana-Nutzer anfälliger für Alzheimer sein könnten.

HH

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