Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Einsamkeit bringt einen um den Schlaf

Aktuelles

Schlafende Frau

Tiefer, erholsamer Schlaf: Wer viele Sozialkontakte pflegt, schlummert besser.
© drubig-photo - Fotolia

Mi. 02. November 2011

Einsamkeit bringt einen um den Schlaf

Menschen, die sich allein fühlen, schlafen schlechter als Menschen mit vielen Sozialkontakten. Die durchschnittliche Schlafdauer unterscheidet sich zwischen beiden Gruppen zwar nicht, doch wachen Einsame nachts häufiger auf als Menschen, die sich nicht einsam fühlen. Das ist das Fazit einer Studie, die im Fachblatt "Sleep" veröffentlicht wurde.

Anzeige

Schlafforscher um Dr. Lianne Kurina von der Universität in Chicago, USA, untersuchten in ihrer Studie 95 Bewohner einer ländlichen Gemeinde in South Dakota. Diese schliefen umso schlechter, je einsamer sie sich selbst im Gespräch mit den Untersuchern eingeschätzt hatten. Je isolierter sich die Studienteilnehmer fühlten, desto häufiger war ihr Nachtschlaf von Wachphasen unterbrochen.

Dass sich Einsame im Schlaf schlechter erholen, könnte erklären, warum sie generell ein höheres Sterberisiko haben als Menschen, die sich sozial eingebunden und geborgen fühlen. So zeigte das Ergebnis einer Zusammenschau mehrerer Studien zu diesem Thema Ende 2010, dass Einsamkeit das Sterberisiko in etwa so erhöht wie Rauchen oder Übergewicht. Der Umgang mit anderen ist für uns Menschen demnach nicht nur für die seelische Gesundheit wichtig.

am/PZ

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

ASS: Risiken werden überschätzt

Der schützende Effekt des Wirkstoffs auf Krebs und Herzkrankheiten überwiegt.

Zu viel giftiges Blei in Modeschmuck

Verbraucherschützer haben Modeschmuck, Lebensmittel und Waschmittel unter die Lupe genommen.

Cannabis verringert die Hirndurchblutung

Forscher warnen, dass dies die Gefahr für Alzheimer erhöhen könnte.

Lebenserwartung bei Krebs ist gestiegen

Trotzdem ist Krebs nach wie vor die zweithäufigste Todesursache.

Frauen fürchten, dass die Pille dick macht

Viele verwenden stattdessen weniger sichere Methoden zur Verhütung.

Erst Depression, dann kranker Magen

Seelische und körperliche Erkrankungen treten häufig gemeinsam auf.

Warum Aspartam das Abnehmen erschwert

Der Süßstoff ist kalorienfrei, beeinflusst im Tierversuch aber den Stoffwechsel.

Reizdarmsyndrom wegen Gendefekt?

Forscher sind der Ursache für die Krankheit auf den Grund gegangen.

Rückenschmerz: Oft falsch behandelt

Röntgen-, CT- und MRT-Untersuchungen werden oft überbewertet.

Abgepackter Salat kann gefährlich sein

Salmonellen breiten sich in der Tüte rasend schnell aus.

Drogen: Cannabis hilft beim Ausstieg

Marihuana könnte Menschen helfen, von Alkohol und Opioiden loszukommen.

Unter Verstopfung leidet auch die Niere

Eine neue Studie zeigt eine Verbindung zwischen Darm und Niere.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen