Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Glückliche Beamte sind gesünder

Aktuelles

Glücklicher Beamter im Büro

Glücklich sein lohnt sich: Zufriedenheit senkt das Herzinfarktrisiko
© DAK

Mi. 06. Juli 2011

Glückliche Beamte haben gesündere Herzen

Wer zufrieden ist, hat ein gesünderes Herz, so das Ergebnis einer britischen Studie an über 8000 Londoner Beamten, die im Fachmagazin European Heart Journal veröffentlicht wurde. Glückliche Staatsdiener hatten ein um 13 Prozent niedrigeres Risiko für einen drohenden Herzinfarkt als ihre unzufriedenen Kollegen.

Die Forscher untersuchten 8000 Beamte und befragten sie nach ihrer Zufriedenheit in Berufs- und Privatleben. Wer glücklich war mit seiner Familie, seiner Arbeit, seinem Sexualleben und vor allem auch zufrieden mit sich selbst, hat demnach ein geringeres Risiko an einer Verengung der Herzkranzgefäße und damit einem Herzinfarkt zu erkranken. Das gilt sowohl für Männer als auch für Frauen. Dabei scheint es sogar eine Art Dosis-Wirkungsbeziehung zu geben: Je glücklicher die Beamten waren, desto besser ging es ihrem Herzen. Dies Ergebnis gilt natürlich nicht nur für Beamte, sondern für alle Menschen.

Anzeige

"Unsere Daten zeigen, wie wichtig es sein kann, angenehme Zustände zu fördern - und nicht nur negative zu verhindern", so Julia Boehm, die Autorin der Studie. Nur die klassischen Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Rauchen, Übergewicht und Fettstoffwechselstörungen zu reduzieren, sei zu wenig.

Studien an britischen Beamten untersuchen seit den 1960er Jahren den Einfluss von Arbeitszufriedenheit, sozialer Schicht, Stress und Stimmungen auf die Gesundheit. Das Ergebnis der groß angelegten Studien: Depressionen und chronische Unzufriedenheit sind eine ebenso große Gefahr für Herz und Kreislauf wie die bekannten Risikofaktoren Nikotin und Bluthochdruck.

KK

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Bluttest zeigt, ob Antidepressiva wirken

Die Wirksamkeit kann so schon vor einer womöglich wirklosen Therapie abgeklärt werden.

Studie: Deutsche vertrauen Apothekern

85 Prozent der Befragten haben ein "sehr hohes" oder "ziemlich hohes" Vertrauen.

Limo begünstigt Nierensteine

Getränke mit Zuckerzusatz steigern das Risiko für Steinleiden.

Frauen: Immunsystem altert langsamer

Unterschiede in der Immunabwehr könnten erklären, warum Frauen länger leben als Männer.

50% der Senioren mit chronischem Schmerz

Bei fast drei Viertel der Schmerzgeplagten sind mehrere Stellen am Körper betroffen.

Tamoxifen kann vor Brustkrebs schützen

Nach der Therapie hält der Schutzeffekt auch noch die folgenden fünf Jahre an.

Bio-Reaktor für Typ-1-Diabetiker

Neuartige Kapsel soll implantiert werden und Insulin produzieren.

Hypnose fördert die Heilung nach einer OP

Die Wundheilung war besser und die Patienten hatten weniger Schmerzen.

Kürzere Bestrahlung nach Brustkrebs-OP

Die Therapie kann von acht auf etwa fünf Wochen Dauer verkürzt werden.

Schlafstörung erhöht Prostatakrebs-Risiko

Schlafprobleme scheinen das Risiko für die Tumorerkrankung fast zu verdoppeln.

Zahnbürste nach Infekt wegwerfen?

US-Forscher begründen, warum das nicht unbedingt nötig ist.

Mandel-Entfernung nicht immer nötig

Die OP wird heutzutage wissenschaftlich wesentlich strenger beurteilt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen