Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Stillen fördert Babys Gehirn

Aktuelles

Baby an der Brust

Stillen ernährt ein Baby optimal: Auch die geistige Entwicklung wird durch die Muttermilch gefördert.
© id-foto.de - Fotolia

Mo. 26. September 2011

Muttermilch macht Babys schlau

Stillen hilft der geistigen Entwicklung des Säuglings. Dies zeigen Studien. Es könnte an der Zusammensetzung der Muttermilch liegen, meint eine aktuelle Untersuchung.

Im Alter von vierzehn Monaten sind gestillte Kinder weiter entwickelt als ihre ungestillten Altersgenossen. Das stellten spanische Wissenschaftler fest. Ziel ihrer Studie war es, den Einfluss elterlicher psychosozialer Faktoren sowie den Gehalt an langkettigen mehrfach ungesättigten Fettsäuren in der mütterlichen Vormilch (lateinisch: Kolostrum) zu untersuchen. Daten zu Eltern und der Stillzeit ermittelten sie mithilfe von Fragebögen. Für die Untersuchung des geistigen und psychomotorischen Entwicklungsstandes der Kinder verwendeten sie einen speziellen Test.

Anzeige

Kinder, die während der ersten 14 Monate vorwiegend mit Muttermilch ernährt wurden, zeigten im Test bessere Werte als ihre ungestillten Altersgenossen. Dies ließ sich nur zum Teil durch mütterliche Erziehung, soziale Schicht oder einen Intelligenzquotienten erklären. Kinder, die länger gestillt wurden und bei denen die Vormilch ihrer Mütter mehr Omega-3-Fettsäuren als Omega-6-Fettsäuren enthielt, erreichten in den Tests erkennbar höhere Werte als Säuglinge, bei denen dies nicht der Fall war.

Die Studie wies allerdings auch Mängel auf. So wurde zur Untersuchung der Fettsäureprofile Vormilch statt der Muttermilch zu verschiedenen Zeitpunkten der Stillzeit untersucht. Auch lagen nicht für alle Mütter und ihre Kinder Daten über die Fettsäure-Konzentrationen in der Vormilch vor. Daneben fehlte es an Vergleichdaten über die Fettsäure-Konzentrationen in Säuglings-Anfangsnahrung. Zudem wurden alle teilweise gestillten Kinder den Nicht-Gestillten zugerechnet.

"Ein hoher Gehalt an Omega-3-Fettsäuren in der Vormilch im Vergleich zur Menge an Omega-6-Fettsäuren scheint eine positive Rolle in der Entwicklung im ersten Lebensjahr der Kinder zu spielen", schließen die Autoren der Studie. Sie wollen in Folgestudien untersuchen, ob dieser Effekt auch in späteren Lebensjahren der Kinder besteht.

MP

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Alter beeinflusst Nährstoffe im Blut

Nicht nur die Ernährung beeinflusst, wie gut wir mit Vitaminen und Nährstoffen versorgt sind.

Blutdruck-Messung beim Arzt oft verzerrt

Offenbar werden zu hohe Werte in der Arztpraxis nicht immer erkannt.

Diese 3 Sportarten verlängern das Leben

Einige Sportarten wirken sich positiver auf die Gesundheit aus als andere.

ASS: Risiken werden überschätzt

Der schützende Effekt des Wirkstoffs auf Krebs und Herzkrankheiten überwiegt.

Zu viel giftiges Blei in Modeschmuck

Verbraucherschützer haben Modeschmuck, Lebensmittel und Waschmittel unter die Lupe genommen.

Cannabis verringert die Hirndurchblutung

Forscher warnen, dass dies die Gefahr für Alzheimer erhöhen könnte.

Lebenserwartung bei Krebs ist gestiegen

Trotzdem ist Krebs nach wie vor die zweithäufigste Todesursache.

Frauen fürchten, dass die Pille dick macht

Viele verwenden stattdessen weniger sichere Methoden zur Verhütung.

Erst Depression, dann kranker Magen

Seelische und körperliche Erkrankungen treten häufig gemeinsam auf.

Warum Aspartam das Abnehmen erschwert

Der Süßstoff ist kalorienfrei, beeinflusst im Tierversuch aber den Stoffwechsel.

Reizdarmsyndrom wegen Gendefekt?

Forscher sind der Ursache für die Krankheit auf den Grund gegangen.

Rückenschmerz: Oft falsch behandelt

Röntgen-, CT- und MRT-Untersuchungen werden oft überbewertet.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen