Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Wer morgens raucht, ist früher tot

Aktuelles

Raucherin

Wer morgens gleich nach dem Aufstehen die erste Zigarette raucht, hat ein erhöhtes Krebsrisiko.
© akifieva - Fotolia

Mo. 08. August 2011

Die Morgen-Zigarette ist besonders schädlich

Wer gleich nach dem Aufwachen mit dem Rauchen startet, hat ein höheres Krebsrisiko als Feierabend-Raucher. Dies zeigen zwei neue Studien, die im US-amerikanischen Fachblatt "Cancer" veröffentlicht wurden.

Demnach ist die Wahrscheinlichkeit an Lungenkrebs oder einer bösartigen Wucherung im Kopf- oder Halsbereich zu erkranken abhängig davon, wann man nach dem Aufwachen seinen ersten Glimmstängel anzündet. Dr. Joshua Muscat vom Penn State College of Medicine in Hershey und seine Kollegen hatten untersucht, wie sich der Zeitpunkt der ersten Zigarette auf das Krebsrisiko auswirkt. Ihr Fazit: Je eher man am Morgen die erste Zigarette raucht, desto wahrscheinlicher ist eine Krebs-Erkrankung.

Anzeige

Die Forscher verglichen jeweils Personen, die ihre erste Zigarette frühestens eine Stunde nach dem Aufwachen rauchten, mit Rauchern, die nur 30 Minuten beziehungsweise gar nicht damit warteten und direkt loslegten. Das Ergebnis: Für die Direkt-Starter ergab sich ein etwa 1,8-fach erhöhtes Risiko, für diejenigen, die eine halbe Stunde warteten immerhin noch ein etwa 1,3-fach erhöhtes Risiko im Vergleich zu jenen, die ihrer Lunge eine längere Auszeit gönnten.

Menschen mit einem erhöhten Krebsrisiko kommen für Rauch-Stopp-Kampagnen besonders in Frage. Die Ergebnisse der Studien sind daher von großem Nutzen, da die Betroffenen über den Zeitpunkt der ersten Zigarette schnell und einfach identifiziert werden können. Beim Aufhören mit dem Rauchen helfen auch Apotheken mit ihrer Beratung und ihrem Sortiment.

FH

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Bluttest zeigt, ob Antidepressiva wirken

Die Wirksamkeit kann so schon vor einer womöglich wirklosen Therapie abgeklärt werden.

Studie: Deutsche vertrauen Apothekern

85 Prozent der Befragten haben ein "sehr hohes" oder "ziemlich hohes" Vertrauen.

Limo begünstigt Nierensteine

Getränke mit Zuckerzusatz steigern das Risiko für Steinleiden.

Frauen: Immunsystem altert langsamer

Unterschiede in der Immunabwehr könnten erklären, warum Frauen länger leben als Männer.

50% der Senioren mit chronischem Schmerz

Bei fast drei Viertel der Schmerzgeplagten sind mehrere Stellen am Körper betroffen.

Tamoxifen kann vor Brustkrebs schützen

Nach der Therapie hält der Schutzeffekt auch noch die folgenden fünf Jahre an.

Bio-Reaktor für Typ-1-Diabetiker

Neuartige Kapsel soll implantiert werden und Insulin produzieren.

Hypnose fördert die Heilung nach einer OP

Die Wundheilung war besser und die Patienten hatten weniger Schmerzen.

Kürzere Bestrahlung nach Brustkrebs-OP

Die Therapie kann von acht auf etwa fünf Wochen Dauer verkürzt werden.

Schlafstörung erhöht Prostatakrebs-Risiko

Schlafprobleme scheinen das Risiko für die Tumorerkrankung fast zu verdoppeln.

Zahnbürste nach Infekt wegwerfen?

US-Forscher begründen, warum das nicht unbedingt nötig ist.

Mandel-Entfernung nicht immer nötig

Die OP wird heutzutage wissenschaftlich wesentlich strenger beurteilt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen