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Feiernde Menschen, die Bier trinken

Forscher haben herausgefunden, warum das Trinken von Alkohol so fröhlich macht: Alkohol setzt im Gehirn Glückshormone frei.
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Do. 12. Januar 2012

Warum Alkohol abhängig macht

Wissenschaftler von der University of California in San Francisco haben herausgefunden, dass das Trinken von Alkohol Endorphine freisetzt. Diese auch als Glückshormone bezeichneten Stoffe werden nach dem Genuss von alkoholischen Getränken insbesondere in den Hirnregionen freigesetzt, die für Gefühle und das Belohnungssystem verantwortlich sind. Diese Erkenntnis könne die suchtfördernde Wirkung der Droge Alkohol erklären.

In einer Studie untersuchten die Wissenschaftler 25 Testpersonen mit einer sogenannten Positronen-Emissions-Tomographie (PET). Mit einer PET-Untersuchung können die Aktivitäten in bestimmten Körperorganen wie etwa dem Gehirn abgebildet werden. 13 der Testpersonen waren schwere Trinker, die anderen 12 waren keine heftigen Trinker und fungierten in der Studie als Kontrollgruppe.

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Bei allen 25 Testpersonen stieg die Ausschüttung der Endorphine nach dem Genuss alkoholischer Getränke an. Je mehr Endorphine freigesetzt wurden, desto stärker berichteten die Testpersonen über Wohlgefühle. Zudem hing die Stärke der Endorphinausschüttung bei den Trinkern auch mit dem Gefühl des Betrunkenseins zusammen. Für die Kontrollgruppe galt dies allerdings nicht. Das, so die Forscher, sei ein Zeichen dafür, dass mit steigendem und häufigerem Alkoholgenuss das Gehirn anders auf den Alkohol reagiert. Bei den starken Trinkern würde das Belohnungssystem durch die Endorphine stärker aktiviert und lasse den Testpersonen, die viel Alkohol konsumieren, das Trinken angenehmer erscheinen.

Seit über 30 Jahren spekulieren Wissenschaftler aufgrund von Ergebnissen aus Tierexperimenten, dass Alkoholkonsum und Endorphinproduktion zusammenhängen. Bisher sei es aber nicht gelungen, diesen Zusammenhang auch bei Menschen nachzuweisen. Nun sei klar, warum Alkohol vielen Menschen ein Wohlgefühl beschert. In Zukunft könnten durch diese Erkenntnisse wirksamere Medikamente gegen Alkoholsucht entwickelt werden.


KK

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